23.03.2021

Startschuss — Ford's Mustang wird elektrisch

Ford startet seine Elektro-Offensive mit einem echten Paukenschlag und bringt den elektrischen Mustang Mach-E, der die Geschichte der amerikanischen Legende neu schreibt.
mustang mach-e
© Ford

Ab sofort hat auch Ford ein attraktives Elektroauto im Programm. Und nicht nur irgendeines, man hat mit dem Mustang eine absolute Ikone unter Strom gesetzt und erreicht mit dem neuen Modell Mustang Mach-E eine beachtliche Reichweite.

Ford startete bereits 2013 mit einem ersten E-Auto in Serienfertigung, dem Focus Elektro. Allerdings war der Erfolg bescheiden, kein Wunder bei nur 19 nutzbaren kWh Akkukapazität. Damit waren kaum mehr als 120 Kilometer möglich. Der neue Ford Mustang Mach-E überzeugt dagegen mit 68 bzw. 88 nutzbaren Kilowattstunden, die bis zu 610 km Reichweite ermöglichen.

Mustang und E-Antrieb, passt das?

Die Marke Mustang transportiert viel Emotion. Man denkt an Freiheit, Temperament, Kraft und Schnelligkeit. Ein schöner Ansatz auf jeden Fall, künftig auch E-Fahrzeuge mit dem Mustang auf der Motorhaube anzubieten. E-Autos sind zwar vernünftig, logisch und umweltschonend, der Mustang beweist aber, dass man dabei auf Emotionen keinesfalls verzichten muss.

Beim Thema Fahrleistung überzeugt der Mustang Mach-E von Ford auf ganzer Linie, mehr darüber später im Artikel. Sogar der typische Mustang-V8-Sound ist mit an Bord, wenn auch nur über einen Soundgenerator für die Passagiere. Was sich am Papier etwas peinlich liest, sorgt in der Praxis für breite Grinser. Somit passt das und der Mustang-Charme ist für die nächsten Generationen gesichert.

ford mustang mach-e innenraum
© Ford

Karosserie, Design, Platzangebot

Nicht nur der Antrieb des Mustang Mach-E ist vernünftig, auch die Karosserieform ermöglicht viel Platz für Passagiere und Gepäck. Auf 4,71 m Länge und 1,88 m Breite wurde jeder Zentimeter effektiv genutzt und so viel Alltagstauglichkeit ermöglicht. Eine Fließheck-Kombi-Sportlimousine also.

Alles wirkt stimmig und wie aus einem Guss. Obwohl der Kühlergrill beispielsweise nur optisch angedeutet ist, passt das trotzdem gut, die Front wirkt modern und dynamisch. Drei vertikale Linien bestimmen die Lichtsignatur der Matrix-LED-Scheinwerfer und finden sich auch in den Heckleuchten wieder. Die Motorhaube hat ihren Namen nicht verdient, findet sich doch unter eben dieser anstatt des Motors ein 81 Liter großer Kofferraum. Ein Unterteilungssystem verhindert das Umherrutschen von Gegenständen und ein Abfluss die Bildung von Wasserpfützen.

Die Türen sind per Code-Eingabe zu öffnen, wenn mal kein Schlüssel zur Hand ist, ansonsten reicht es, diesen eingesteckt zu haben. Über einen Tastendruck wird dann die Tür geöffnet. Ein starker Zylinder drückt dabei die Tür ein paar Zentimeter auf, sehr praktisch bei vereisten Türen im Winter. Im Fond des Mustang Mach-E warten 402 Liter Kofferraum auf Ladegut, werden die Rücksitzbänke umgelegt, stehen 1.420 Liter zur Verfügung.

sitzbaenke innenraum ford mustang mach-e
© Ford

Auch auf den Rücksitzbänken hat man viel Platz, sitzt angenehm und freut sich über die Möglichkeit, sein Raumklima selbst steuern zu können. Kleines Manko: die Sitze bieten wenig Seitenhalt, dies könnte in der Praxis möglicherweise unangenehm werden. Auch die vorderen Sitze wirken recht flach, im kurzen Fahrtest von Ecario wurde mangelnder Seitenhalt jedoch nicht beanstandet. Zumal man ansonsten im Mustang Mach-E recht komfortabel thront, typisch amerikanisch eben. Die Vorstellung samt Fahrtest kann hier nachgesehen werden.

Bedienung, Konnektivität

Typisch amerikanisch kann man auch den Einsatz großer Touchscreens bezeichnen, wie wir dies bereits von Tesla kennen. Im Mustang Mach-E ist das mittige 15,5 Zoll Display im Hochformat montiert und stellt viele Informationen übersichtlich dar. Dabei bietet die Benutzeroberfläche dem Fahrer eine Fülle an Einstellungsmöglichkeiten, die man alle nutzen kann, aber nicht muss.

Dem Navi wurde viel Platz gegeben, so kann die Fahrtstrecke detailreich und übersichtlich dargestellt wurden. Lademöglichkeiten werden bei der Routenplanung ebenfalls berücksichtigt, so muss das sein. Tolles Detail: der Mustang Mach-E kann über das Internet upgedated werden. So bleibt das Fahrzeug lange aktuell und bekommt im Laufe der Zeit sicher auch die eine oder andere neue Funktion nachgereicht.

Hinter dem Lenkrad zeigt ein schmales 10,25 Zoll Display dem Fahrer die wichtigsten Infos an. Löblich hier, dass sowohl die geschätzte Restreichweite, als auch der verbleibende Akkustand in Prozent angezeigt werden. So hat man auf der langen Autobahnetappe immer im Blick, wann der nächste Schnelllader angesteuert werden muss.

ford mustang mach-e innenausstattung
© Ford

Ladeleistung

Varianten des Mach-E mit großem Akku können mit bis zu 150 kW an SMATRICS EnBW Ultra-Schnellladepunkten geladen werden. Das bedeutet, dass in 10 Minuten ca. 119 Kilometer nachgeladen werden können. Beim Standard-Akku liegt die maximale Ladeleistung bei 115 kW.

In Österreich hat man mit dem SMATRICS EnBW Ladenetz eine Fülle von Schnellladern und Ultraschnellladern zur Verfügung. Allein bis Ende 2021 kommen noch mindestens 100 Ultra-Schnellladepunkte mit 350 kW entlang von Autobahnen und in Ballungszentren hinzu. Damit sind Sie bei Bedarf im Handumdrehen wieder unterwegs.

mustang mach-e laden am arbeitsplatz
© Ford

Am eigenen Firmenstandort kann dank dreiphasigem Laden der Mustang Mach-E rasch nachgeladen werden. Über Wechselstrom (AC) liegt eine Ladeleistung von 11 kW an. Damit ist die tägliche Pendelstrecke in unter einer Stunde nachgeladen.

Um die passende Infrastruktur an Ihrem Firmenstandort zu schaffen, bietet SMATRICS Komplettlösungen aus einer Hand an. Wir übernehmen beispielsweise Planung, Installation, Betrieb und Abrechnung. Sie können auch die Verwaltung der Ladestationen an SMATRICS auslagern und jederzeit über den Status Ihrer Ladestationen informiert bleiben. Als Ladestationsbetreiber können Sie auch selbst das Charge Point Management System bedienen.

Erfahren Sie hier alles über die vielen finanziellen Vorteile, die sich Ihrem Unternehmen durch einen Umstieg auf E-Mobilität ergeben.

Fahrleistung

Beim Thema Fahren liegt die Erwartungshaltung hoch. Mustang stand schon immer für Leistung und Geschwindigkeit. Kann der Mustang Mach-E diese Tradition fortführen? Die Antwort lautet: Ja. In der Topversion GT mit 487 PS, die ab Herbst 2021 verfügbar sein dürfte, sprintet der Mach-E in 3,7 Sekunden auf 100 km/h, das ist schneller als ein Porsche Macan S. Die aktuellen Modelle leisten zwischen 269 und 351 PS und erreichen nach 5,1 bis 6,2 die 100 km/h Marke.

Schon beim Einstiegsmodell kommt niemals das Gefühl von Trägheit auf, geradezu leichtfüßig stürmen die elektrischen Pferde trotz der 2,5 Tonnen Leergewicht nach vorne und um jede Kurve. Das macht Spaß und ist einem Mustang würdig. Mehr als würdig, wenn man bedenkt, dass der „normale“ Mustang mit 450 PS V8-Motor 5,3 Sekunden auf 100 km/h benötigt und damit vom Mach-E gnadenlos abgezogen wird.

Verbrauch, Reichweite

Beim Verbrauch ist der Mustang Mach-E hingegen recht zurückhaltend, ganz im Gegensatz zu seinem V8-Bruder. Gerade mal 16,5 bis 19,5 kWh benötigt der Stromer auf 100 Kilometer. Auch beim von Ecario getesteten Mustang mit Allradantrieb stieg der Verbrauch bei ca. 5 Grad Außentemperatur nicht über 20 kWh. Solche niedrigen Verbräuche, in Verbindung mit den genannten Akkugrößen von nutzbaren 68 bzw. 88 kWh, ermöglichen Reichweiten zwischen 400 und 610 Kilometern. Den günstigsten Verbrauch und auch größte Reichweite hat dabei die Kombination mit Heckantrieb und großem Akku.

 

Reichweite Ford Mustang Mach-E
© Ford

Preise, Verfügbarkeit

Diese Modellvariante mit der größten Reichweite ist ab 54.475 Euro käuflich zu erwerben. Die Preise aller Mach-E-Modelle reichen von 46.000 Euro bis 62.900 Euro, zzgl. etwaiger Extras, abzüglich der Förderungen. Ein Preis für das im Herbst kommende Topmodell GT steht noch nicht fest. Der Mach-E ist bereits konfigurierbar und bestellbar, ab Sommer 2021 wird ausgeliefert. SMATRICS wünscht den künftigen Mustang-Fahrern viel Spaß mit der neuen E-Variante.

Fazit

Der Mythos Mustang funktioniert dank Top-Fahrleistungen auch elektrisch, zudem legt der Mach-E ganz neue Tugenden an den Tag. Mit viel Platz und Alltagstauglichkeit zum vernünftigen Preis werden bald auch in Europa jede Menge Mustangs die Straßen erobern.

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