25.08.2020

Höchste Anzahl an E-Autos - Bedarf an Ladestationen steigt enorm

Der Mobilitätsmarkt ist geprägt von E-Fahrzeugen, die sich längst auf den Straßen etabliert haben. 2019 wurden in Europa mit mehr als 564.000 Neuzulassungen sogar ein neuer Höchstwert bei rein elektrischen Autos erreicht. Um für die steigende Anzahl einen optimalen Service zu bieten, muss auch die Infrastruktur mit Lademöglichkeiten wachsen.
anstieg von e-autos

Der Anstieg an E-Autos verlangt nach mehr Ladeinfrastruktur

Der Ausbau des Ladenetzes schafft die Basis dafür, dass mehr Elektroautos benutzt und gekauft werden. Besonders viele Ladestationen werden - in städtisch verdichteten Gebieten - im öffentlichen Netz benötigt. Gerade dort verfügt nicht jeder E-Autofahrer über eine private Lademöglichkeit, die er jederzeit in Anspruch nehmen kann. Umso wichtiger ist ein öffentliches Ladenetz.

ladepunkte in deutschland

Fest steht, die Anzahl der Elektrofahrzeuge und somit der Bedarf an Ladestationen nimmt zu - daher müssen neue Ladepunkte errichtet werden. Aus diesem Grund stellt die deutsche Bundesregierung, im Rahmen des Konjunkturpakets, 2,5 Milliarden Euro für die Errichtung von Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge zur Verfügung. Davon profitieren alle Unternehmen, die öffentliche Ladestationen entweder selbst oder durch andere aufbauen und betreiben lassen. Alle relevanten Informationen rund um die Errichtung haben wir für Sie in unserem Blogbeitrag „Förderungen für Ladestationen“ sowie in unserem Whitepaper „Das professionelle Ladenetz – Planung und Errichtung" zusammengefasst.

Die Bedeutung von High Power Charging (HPC)

Die wichtigsten Faktoren beim Kauf von Elektrofahrzeugen sind Preis, Reichweite und Ladezeit. Aus diesem Grund bringen Automobilhersteller weltweit batteriebetriebene Langstreckenfahrzeuge auf den Markt, die eine Reichweite von rund 400 km haben und möglichst viel Leistung in kurzer Zeit aufnehmen können. Sogenannte High Power Charger oder Ultra-Schnellllader mit bis zu 350 kW sorgen aktuell für eine Ladezeit von 5 min für bis zu 100 km. High Power Charging wird vor allem in Ballungszentren und entlang von Autobahnen eine enorm wichtige Rolle einnehmen, also im öffentlichen Raum – dort, wo viele Autos schnell geladen werden müssen.

hpc stationen salzburg

TIPP: Im Bereich der ultraschnellen Ladeinfrastruktur spielt die erste Phase – die Planung und Errichtung der Ladestationen – eine erfolgsentscheidende Rolle. Da es sich um eine spezielle Ladeinfrastruktur handelt, bei welcher einige wichtige Faktoren im Rollout zu beachten sind, ist eine smarte Projektierung und Installation unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten ausschlaggebend für den Erfolg der Stationen bzw. des Netzes.

Optimale Planung für die eigenen Ladestationen

Der Aufbau einer eigenen Ladeinfrastruktur ist ein anspruchsvolles Projekt. Egal, ob Ausbau oder erstmalige Errichtung eines Ladenetzes, der Rollout ist von enormer Bedeutung. Hier gilt: Jede Ladelösung ist nur so gut wie das Know-how, das zu Beginn in sie gesteckt wird. Von den technischen Herausforderungen, der Auswahl des Standortes über die Errichtung bis zur Freigabe der betriebsbereiten Stationen gibt es einige Faktoren, die professionell umgesetzt werden müssen. In der ersten Phase müssen wichtige Entscheidungen getroffen werden:

  • Was sind die technischen Herausforderungen?
  • Welche Anlage ist sinnvoll?
  • Wer übernimmt die Verantwortung für den Aufbau der Ladeinfrastruktur (selbst oder ein Experte von außen)?
  • Was ist umsetzbar und in welcher Zeit?

Die wichtigsten Aufgaben finden Sie in den nächsten Absätzen kurz beschrieben. Für einen tieferen Einblick und klare Guidelines zu Ihrem Rollout laden Sie sich unseren Leitfaden zum Thema „Das professionelle Ladenetz – Planung und Errichtung“ herunter.

Die nutzergerechte Planung der Hardware

In der gesamten Planung ist die Auswahl der Hardware ein wichtiger Schritt. Die Ladestationen sind nämlich die zentralen Elemente einer ganzheitlichen Ladelösung. Unzählige Aspekte – von der Anzahl der Fahrzeuge über die gewünschte Ladedauer bis zu künftigen Ausbauperspektiven – sind für die Wahl der optimalen Hardware ausschlaggebend. Je nach Nutzer kommen unterschiedliche Anforderungen auf die Ladestation zu, die man in der Planungsphase miteinbeziehen sollte.

Beispiel: Kurzparker bzw. Elektromobilisten auf der Durchreise werden eine Schnell- bis Ultraschnellladestation bevorzugen, während für Dauerparker die Ladezeit nicht unbedingt ausschlaggebend ist.

Die Wahl des Standortes als Erfolgsfaktor

Die Platzierung der Ladestation wird häufig nach individuellen Standortbedingungen, baulicher Situation bzw. wirtschaftlichen Faktoren ausgewählt. Insbesondere High-Power-Charging-Stationen brauchen hohe Leistungen und auch Platz, der nicht überall zur Verfügung steht. Anhand von vordefinierten Use Cases kann die Planung bestmöglich optimiert werden.

Die Projektierung & Bauplanung der Ladesäulen

Auch die fachgerechte Erstellung aller für die Umsetzung notwendigen Bauplanungen sowie elektrotechnische Anlagenkonzipierung sind für eine fachgerechte Errichtung notwendig. In dieser Umsetzungsstufe ist die Erstellung eines Rollout-Zeitplans zu empfehlen, um in weiterer Folge den Überblick zu bewahren.

Die Evaluierung der Netzanschlusssituation

Es muss sichergestellt werden, dass für die zu ladenden E-Autos genügend Leistungsreserven zur Verfügung stehen. Im Zweifelsfall muss zusätzliche Energie zugekauft werden können. Insbesondere Ultra-Schnellladestationen verursachen hohe Lasten, die es zu planen und managen gilt. Sehen Sie hierzu die SMATRICS Services zum Thema „Lastmanagement“.

Der Aufbau bzw. die Installation der Ladesäulen

An der Errichtung von Ladestationen sind viele unterschiedliche Unternehmen beteiligt. Es gilt, viele Aufgaben zu beachten, um den Rollout professionell und ordnungsgemäß durchzuführen. Sie sollten vor allem auf die folgenden Prozessschritte achten:

  • Behördenwege und Anträge
  • Ausschreibungen
  • Auswahl und Koordination der Gewerke.

 

Dank jahrelanger Erfahrung kennt SMATRICS alle Möglichkeiten im Bereich Rollout und steht mit dem notwendigen Know-how bereit. SMATRICS bringt jahrelange Erfahrung auf dem komplexen, sich schnell wandelnden Gebiet der technischen Richtlinien sowie der gesetzlichen Vorgaben rund um Ladeinfrastruktur mit. Diese Expertise stellt SMATRICS als kompetenter E-Mobilitätsdienstleister auch Ihnen zur Verfügung. Je früher man sich mit möglichen neuen Geschäftsmodellen, den Fördermöglichkeiten sowie dem technischen und energierechtlichen Know-how hinsichtlich der Ladesäuleninfrastruktur beschäftigt, desto besser kann den künftigen Herausforderungen begegnet werden.

Fazit

Mit der steigenden Anzahl an E-Fahrzeugen steigt auch der Bedarf an Ladestationen. Wer Ladestationen an einem oder mehreren Standorten anbieten möchte, muss mit der Planung und Errichtung der Ladesäulen einige wesentliche Schritte beachten. Mit SMATRICS als erfahrener Partner an der Seite kann dies aber ganz einfach ausgelagert werden.

Lesen Sie deshalb jetzt mehr zu den Möglichkeiten der Förderung, oder kontaktieren Sie die Experten von SMATRICS für nähere Informationen.

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