15.03.2020

E-Auto Förderung in Deutschland: Erhöhter Umweltbonus

Das deutsche Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhöht den Umweltbonus für die Anschaffung eines rein elektrisch betriebenen Fahrzeuges (BEV) auf bis zu € 6.000,- und bei Anschaffung eines Plug-in-Hybrides auf bis zu € 4.500,-. Deutschland setzt somit ein klares Zeichen in Punkto Förderung von emissionsfreier Mobilität. SMATRICS hat die wichtigsten Erneuerungen für Sie zusammengefasst.

NEUE FÖRDERHÖHE

Um die Klimaziele 2030 zu erreichen, sollten allein in Deutschland sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein. Deshalb wurde am 4. November 2019 die Erhöhung des Umweltbonus beschlossen. Die neue Förderhöhe des Umweltbonus tritt nach Verzögerung mit 19. Februar 2020 in Kraft. Die Prämie wurde für Fahrzeuge mit einem Netto-Listenpreis von weniger als € 40.000,- von € 4.000,- auf € 6.000,- pro Fahrzeug erhöht. Elektroautos aus der Premium-Kategorie mit einem Netto-Listenpreis zwischen € 40.000,- und € 65.000,- werden künftig mit € 5.000,- gefördert.

Des Weiteren steigt auch die Förderung für Plug-in-Hybride. Bei einem Netto-Listenpreis von bis zu € 40.000,- wurde die Prämie von € 3.000,- auf € 4.500,- erhöht. Für PHEV mit einem Netto-Listenpreis zwischen € 40.000,- und € 65.000,- gibt es nun € 3.750,-, statt der erwarteten € 4.000,-.

RÜCKWIRKEND WIRKSAM

Alle genannten Fördersätze sind auch rückwirkend anwendbar. Für Fahrzeuge (BEV & PHEV), welche nach dem 4. November 2019 zugelassen wurden, sind laut dem Wirtschaftsministerium die neuen Fördersätze geltend. Diese können nachträglich beim BAFA beantragt werden.

ZEITRAUM DER FÖRDERUNG

Der erhöhte Umweltbonus gilt bis zum 31. Dezember 2025, es sei denn, der Fördertopf von 2,09 Milliarden Euro ist früher ausgeschöpft. Die Aufteilung des Umweltbonus bleibt unverändert. Der Bund und die Automobilhersteller finanzieren jeweils die Hälfte der Förderung.

UMWELTBONUS FÜR GEBRAUCHTFAHRZEUGE

Mit der ersten Förderung von jungen, gebrauchten Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden setzt Deutschland einen Meilenstein in der Förderung der emissionsfreien Mobilität. Die Förderhöhe für gebrauchte Elektroautos beläuft sich auf € 5.000,- und für gebrauchte Plug-in-Hybride auf € 3.750,-.

 

Folgende Richtlinien müssen eingehalten werden:

  • Das Fahrzeug darf maximal 12 Monate erstzugelassen gewesen sein
  • Das Fahrzeug darf eine maximale Laufleistung von 15.000 km aufweisen
  • Das Fahrzeug darf noch nicht durch den Umweltbonus oder eine vergleichbare staatliche Förderung in einem anderen EU-Staat gefördert worden sein
  • Der Fahrzeugpreis darf 80% des BAFA-Listenpreises nicht überschreiten, d.h. das Fahrzeug darf maximal einen Netto-Preis von € 52.000,- aufweisen.

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NEUES ANTRAGSVERFAHREN

Mit der Einführung der erhöhten Förderprämie, tritt auch ein neues Antragsverfahren in Kraft. Bisher war es möglich die Förderung nach Kauf und vor der Erstzulassung zu beantragen. Dies geht nun nicht mehr.

Um das Verfahren der Antragstellung zu optimieren, ist eine Antragstellung nun ausschließlich für zugelassene Fahrzeuge möglich. Diese Änderung ermöglicht dem Antragsteller alle erforderlichen Unterlagen bereits mit Antragsstellung einzureichen.

Förderanträge, die zwischen dem 1. Juli 2019 und dem 18. Februar 2020, 16:00 Uhr, beim BAFA eingegangen sind, werden mit der neuen Förderhöhe bemessen.

Das Fahrzeug muss spätestens neun Monate nach Erhalt des Zuwendungsbescheides zugelassen worden sein. Des Weiteren muss der Verwendungsnachweis elektronisch beim BAFA eingereicht werden. Hierfür gilt es, den Zeitrahmen von 10 Monaten ab dem Zeitpunkt der Ausstellung des Zuwendungsbescheides zu beachten. Mehr Informationen

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