29.09.2021

5 „e-mobile“ Spartipps für Ihr Unternehmen

Durch staatliche Maßnahmen ist in Österreich die Anschaffung von einem Elektroauto nicht nur leistbar, sondern sogar kostengünstiger als der Kauf eines Verbrenners. Die Anschaffung und Nutzung von Elektroautos wird damit für österreichische Unternehmen sehr attraktiv - mit positiven Auswirkungen auf die Umwelt- und Unternehmensbilanz. Wir zeigen Ihnen mit welchen 5 Spartipps auch Sie als Unternehmer bzw. Arbeitnehmer ab sofort von einem voll-elektrischen Firmenfahrzeug profitieren können.

Kein Fahrzeugtyp verbreitet sich in Österreich rascher als Elektroautos. Während im Jahr 2018 noch etwas mehr als 20.000 Elektrofahrzeuge im Umlauf waren, sind im Jahr 2021 bereits über 64.000 E-Autos (Stand: August), die lärm- und emissionsfrei auf den heimischen Straßen unterwegs sind. Die Neuzulassungen haben sich von 2020 auf 2021 verdreifacht (C. 2021, 16. September. E-Mobilität in Zahlen. BEÖ •• Bundesverband Elektromobilität Österreich. https://www.beoe.at/statistik/). Für das kräftige Plus sind vor allem Österreichs Unternehmen verantwortlich, die ökonomische und ökologische Vorteile von E-Autos zunehmend erkennen und nutzen.

 

1. Vorsteuerabzugsfähigkeit

Seit dem 1.1.2016 sind die Anschaffungskosten von Elektroautos vorsteuerabzugsberechtigt (20% der Anschaffungskosten). Der volle Vorsteuerabzug steht allerdings auch künftig nur bei Anschaffungskosten bis maximal 40.000 Euro (inkl. Ust) zu. Liegen die Anschaffungskosten zwischen 40.000 und 80.000 Euro, kann man die Vorsteuer aliquot abziehen. Übersteigen sie hingegen 80.000 Euro netto, ist auch künftig kein Vorsteuerabzug möglich. Die Vorsteuerabzugsfähigkeit besteht sowohl bei Ankauf als auch beim Leasing von E-Fahrzeugen.

2. Sachbezugsbefreiung

Als weiteres „Steuerzuckerl“ sind Elektrofahrzeuge gänzlich vom Sachbezug befreit. Die private Nutzung des elektrisch betriebenen Firmenwagens ist daher für den Dienstnehmer – im Vergleich zur privaten Nutzung von kraftstoffbetriebenen Kfz – kostenlos. Für Arbeitnehmer/innen entfällt damit der monatliche Steuerzuschlag von 1,5 % des Kaufpreises – bei einer Mercedes B-Klasse Electric Drive sind das rund 600 Euro pro Monat und über 20.000 Euro in drei Jahren. Unternehmer können sich somit zusätzlich zum Vorsteuerabzug bei der Anschaffung, weitere 11.520 Euro an Sachbezug (= höchster Sachbezug für 12 Monate) im ersten Betriebsjahr sparen.

3. keine NoVA

Generell kann man sagen, dass in Österreich alle Elektroautos auch indirekt gefördert werden, da die für Verbrennungsmotoren fällige Steuer (NoVA) im Fall eines elektrisch betriebenen Autos gespart werden kann. Damit fallen auch schon mal bis zu 32 % (Höchststeuersatz nach CO2-Emissionswert in Gramm je Kilometer) der Anschaffungskosten weg.

4. keine motorbezogene Versicherungssteuer

Die Höhe der motorbezogenen Versicherungssteuer richtet sich bei Pkws nach der Leistung (kW) des Verbrennungsmotors. Weil vollelektrische Fahrzeuge über keinen Verbrennungsmotor verfügen, sind reine Elektroautos von der motorbezogenen Versicherungssteuer komplett befreit - Range-Extender und Hybrid-Pkw aber nicht. Die motorbezogene Versicherungssteuer können Sie hier berechnen.

5. sonstige Einsparungen und Zuschüsse

Die E-Mobilitätsoffensive 2021 des Klimaschutzministeriums (BMK) fördert nicht nur Ladestationen, sondern auch E-PKWs mit bis zu 4.000 Euro. Bestehende Förderungen werden laufend verlängert und aktualisiert. Finanzielle Unterstützung gibt es für Unternehmen auch in den jeweiligen Bundesländern: Wir haben für Sie eine Übersicht zu allen Förderangeboten erstellt.

Ein weiterer Vorteil einer voll-elektrischen Firmenflotte sind die Einsparungen bei Betriebs- und Wartungskosten, die bei E-Autos um fast 2/3 geringer sind als bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Und besitzt man selbst eine Photovoltaikanlage zuhause kann man große Teile des Autostroms selbst herstellen. Vorzeigeunternehmen wie die Spenglerei Koch beweisen, dass ein solcher Schritt selbst im städtischen Gebiet möglich ist. Für eine eigene Anlage muss man jedoch auch die Anschaffungskosten miteinberechnen, die definitiv nicht für jeden in Frage kommen: Die Unabhängigkeit der eigenen E-Fahrzeuge ist diesen Aufwand jedoch auf lange Sicht wert.

Fazit

Die Anschaffung von E-Autos ist zwar grundsätzlich teurer, durch eine Vielzahl an Förderungen und staatliche Maßnahmen sind sie beim Kauf und in der Verwendung jedoch günstiger als Verbrenner. Durch die zusammengefassten Vorteile sind Elektroautos für Unternehmen nicht nur aufgrund von Corporate Social Responsibility eine gute Entscheidung, sondern auch finanziell. Eine voll-elektrische Firmenflotte kann also Einsparungen für das Unternehmen darstellen. Überzeugt? SMATRICS unterstützt Sie im nächsten Schritt auch die dazu passende Ladeinfrastruktur für Ihren Unternehmensstandort zu finden.

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