09.03.2020

Ladeinfrastruktur Förderung in Oberösterreich

Das Land Oberösterreich unterstützt mit einem neuen Sonderförderprogramm den Ausbau eines flächendeckenden Netzes an öffentlich zugänglichen Schnell- und Ultraschnellladestationen mit bis zu € 200.000,-. SMATRICS ist der führende Ansprechpartner in Österreich für Ihre Schnell- und Ultraschnellladeinfrastruktur. Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zusammengefasst und geben Ihnen einen Überblick unter welchen Voraussetzungen oberösterreichische Gemeinden eine Förderung erhalten.

WER WIRD GEFÖRDERT?

Es werden ausschließlich oberösterreichische Gemeinden gefördert.

WAS WIRD GEFÖRDERT?

Gefördert wird die Errichtung von neuen Schnell- und Ultraschnellladestationen (50-150 kW) und die Aufrüstung geeigneter bestehender Standorte in oberösterreichischen Gemeinden.

ERFORDERLICHE KRITERIEN

Folgende Kriterien müssen die Ladestation bzw. der Standort erfüllen:

 

  • Der Standort muss mittels Standortkonzept begründet sein. Dieses muss zumindest folgende Punkte beinhalten:
    • Auflistung der geplanten Infrastruktur (gesamte Leistung des Ladeparks, Leistung der einzelnen Ladepunkte, Anzahl und Beschreibung der einzelnen Ladepunkte, etc.)
    • Abstand zur nächsten bestehenden öffentlichen Ladeinfrastruktur (mit zumindest 50 kW-Leistung)
    • Mindestabstand zur nächstgelegenen Bundes-, Schnellstraße oder Autobahn oder Platzierung in einem zentralen Ort mit hoher Verkehrsfrequenz (z.B. Ausflugsdestination)
    • Aktivitätsmöglichkeiten (Café, Gastronomie, Einkauf, kulturelles Angebot) müssen innerhalb einer Gehweite (max. 500m) verfügbar sein.
  • Der Standort bzw. der Ladepark muss täglich rund um die Uhr barrierefrei zugänglich und benutzbar sein.
  • Zumindest 2 DC Ladepunkte (1 x CHAdeMO und 1 x CCS) mit mindestens 50 kW-Leistung und ein separater AC Ladepunkt mit mindestens 11 kW müssen vorhanden sein.
  • Die Umrechnung von Zeittarifen in Vergleichstarife auf Bezugsgröße kWh hat unter Annahme von 75 % der zur Verfügung gestellten Nennleistung zu erfolgen.
  • Der Preis ist jedenfalls mittels Direktbezahlmethoden anzubieten und nach Möglichkeit auch Marktteilnehmern auf Roamingplattformen anzubieten („offer-to-all“).
  • In jedem Fall muss die Ladeinfrastruktur an Roaming-Handelsplätzen (wie z.B. Hubject) für andere Fahrstromanbieter zu marktüblichen Konditionen angeboten werden. Ausgrenzende Angebotsgestaltungen sind zu unterlassen.
  • Direktbezahlmethoden müssen ad-hoc ohne jeden Zusatzaufwand (ohne Registrierung) funktionieren.
  • Es ist wünschenswert, dass die Ladestationen selbst mit einem barrierefreien Zahlungssystem (Hardware - Payment Terminal) ausgestattet sind.
  • Der Ladestationsbetreiber muss die Nutzung der Ladestation zu marktüblichen Preisen an E-Mobility-Provider anbieten.
  • Die Fläche vor der Ladestation muss exklusiv als Parkplatz für E-Fahrzeuge gekennzeichnet sein. Pro Ladepunkt muss eine exklusive Parkplatzfläche zur Verfügung gestellt werden.
  • Für die E-Ladestation muss es einen Betreiber geben. Zwischen Betreiber und Gemeinde muss ein Betriebsführungsvertrag vorliegen.
  • Sollte kein passendes gemeindeeigenes Grundstück vorhanden sein, so ist auch die Nutzung einer Fläche eines Kooperationspartners möglich – in dem Fall ist eine entsprechende Nutzungsvereinbarung abzuschließen.
  • Ein Abrechnungssystem ist vorzusehen. Das System muss derart gestaltet sein, dass keine Kunden ausgeschlossen werden. Es muss ein barrierefreier Zugang entsprechend den gültigen EU-Richtlinien gegeben sein.
  • Im Fall der Errichtung eines 50 kW Ladepunkts soll eine netztechnische bzw. elektrotechnische Aufrüstung des Standortes auf zumindest einen 150 kW-Ladepunkt umsetzbar sein.
  • Maßnahmen für eine Standort-Attraktivierung (z.B. Überdachung der Ladeinsel, Bereitstellung von öffentlichem WLAN), erhöhen die Förderwürdigkeit des Projekts.

HÖHE DER FÖRDERUNG

Das Ausmaß der Förderung beträgt maximal € 200.000,- pro E-Ladeinsel bzw. maximal 70% der anrechenbaren Netto- Investitionskosten. Bei nicht Erreichen des maximalen Förderausmaßes wird die Förderung entsprechend gekürzt.

 

Unter Investitionskosten fallen:

  • Kosten der Ladestation
  • Kommunikationsmodul
  • Grabungsarbeiten
  • Zählpunkterrichtung
  • Netzkosten
  • Elektroinstallation
  • ggf. Verteilerkasten

ZUSÄTZLICHE VORAUSSETZUNGEN

  • Das Ansuchen auf Landesförderung muss vor Baubeginn bzw. Liefertermin bei der Landesförderungsstelle einlangen.
  • Das Standortkonzept ist das relevante Kriterium für eine Förderzusage.
  • Vollinhaltliche Anerkennung und Einhaltung der Richtlinien zur Umweltförderung in Oberösterreich idgF bzw. der Allgemeinen Förderungs­richt­linien des Landes OÖ idgF.
  • Der Antragsteller verpflichtet sich, dass die mit einer Förderung des Landes Oberösterreich erzielten Projektergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.
  • Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Förderung besteht nicht.
  • Nachweis über zusätzliche finanzielle Unterstützungen (z.B. EVU/Bundesförderung).
  • Die Anlage muss spätestens 18 Monate nach schriftlicher Zusage des Investitionszuschusses in Betrieb genommen werden (eventuelle Verzögerungen bei der Errichtung müssen begründet werden).
  • Die Anspeisung der Ladeinsel muss über einen eigenen Zählpunkt erfolgen.
  • Der Einsatz von Strom aus ausschließlich erneuerbaren Energieträgern bzw. Ökostrom gemäß e-control, bzw. Stromkennzeichnung (Produktmix) oder eine Anlage (mind. 10 kWp) zur Nutzung erneuerbarer Energieträger an einem öffentlichen Gebäude der Gemeinde.
  • Die geförderte Anlage muss zumindest 10 Jahre betrieben werden.
  • Gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen (Bauauflagen, etc.) werden nicht gefördert.
  • Die Ladesäule muss registriert werden unter den Web-Plattformen E-Tankstellen-Finder und Goingelectric (siehe Links am Ende der Seite).
  • Die Ladesäule muss an einem internationalen Roaming teilnehmen (offer-to-all ohne Access Fee)

EROFRDERLICHE UNTERLAGEN

Alle folgenden Unterlagen sind elektronisch an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at zu übermitteln.

Bei Antragstellung:

  • Antragsformular Land OÖ
  • Technische Daten
  • Standortkonzept

Nach Umsetzung der Maßnahme:

  • Rechnungen
  • Vertrag mit dem Betreiber über zumindest 10 Jahre
  • Prüf- bzw. Abnahmeprotokoll der E-Ladestation (ÖVE/ÖNORM 8001-1)
  • Nachweis über den Einsatz von Strom aus erneuerbarer Energie: entweder Anerkennungsbescheid einer gemeindeeigenen Ökostromerzeugungsanlage (Mindestleistung: 10 kWp; Standort: im Gemeindegebiet) oder eine Photovoltaik-Bürgerbeteiligungsanlage an bzw. auf einem gemeindeeigenen Gebäude. Oder ein Stromliefervertrag, der sicherstellt, dass die betroffene Gemeinde Strom aus 100 % erneuerbarer Energie bezieht (gemäß e-control, bzw. Stromkennzeichnung; Produktmix).
  • Nachweis der Registrierung (Bildschirmkopie/Screenshot) der Ladesäule unter E-Tankstellen-Finder und Goingelectric
  • Nachweis über die Teilnahme an einem internationalen Roaming (offer-to-all)

 

ZUM ANTRAGS-FORMULAR

LAUFZEIT

Das Sonderförderprogramm „Errichtung von Schnell- und Ultraschnellladeinseln für E-Fahrzeuge in oberösterreichischen Gemeinden zur Stärkung des ländlichen Raumes“ tritt mit 19.12.2019 in Kraft und endet mit Ausschöpfung des zur Verfügung stehenden Fördertopfes, oder spätestens am 31.12.2020 (Einreichdatum).

SMATRICS ALS ZUVERLÄSSIGER E-MOBILITÄTS-ANBIETER

Als führender Komplettanbieter für professionelle Ladelösungen steht Ihnen SMATRICS von der Projektierung über die Umsetzung und den laufenden Betrieb bis zur Abrechnung als kompetenter Partner zur Seite. Durch unsere jahrelange Erfahrung im Bereich von Schnell- und Ultraschnell-Ladeinfrastruktur unterstützen wir Sie, den Service Ihrer Gemeinde aufzuwerten. Sie kümmern sich um die Fördereinrichtung, SMATRICS übernimmt die übrigen Themen – auf Wunsch auch im Hintergrund in Ihrem Namen.

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