18.03.2020

HPC – das Laden der Zukunft

Die neueste Generation der Ladetechnik ist das High Power Charging (HPC). Hier stehen Ladeleistungen zwischen 100 und 350 kW bereit. Das bedeutet für Besitzer von Elektroautos eine enorme Einsparung bei der Ladezeit – 5 Minuten für bis zu 100 km.
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HPC Ladestationen von SMATRICS am Standort Salzburg

Neben der Ladezeit sind aber auch der Kaufpreis und die Reichweite wichtige Entscheidungsfaktoren für den Kauf von Elektrofahrzeugen. Deshalb legen Automobilhersteller weltweit größten Wert auf größere Reichweiten und höhere Aufnahmeleistungen und damit einhergehend weniger und kürzere Ladestopps bei den neuen Modellen – ein Faktor der insbesondere im Bereich von Langstrecken wichtig ist. Die Kombination aus ultraschnellem Laden mit HPC Ladestationen bildet einen essenziellen Bestandteil für die Unterstützung der neuesten Generation an Elektroautos, von denen eine große Anzahl bereits standardmäßig mit 150 kW aufgeladen werden kann.

Das HPC Ladenetz

Durch jüngste Ankündigungen und geplante Entwicklungen für die Errichtung von ultraschnellen Ladenetzen (z. B. Ultra-E, Mega-E, Europe-E) kann man von mehr als 1.000 HPC Ladestationen in den nächsten Jahren in Mittel- und Westeuropa ausgehen. Die geplanten Standorte entsprechen durchschnittlich einer ultraschnellen Ladestation pro 34 km im TEN-T (Transeuropäische Verkehrsnetze)-Kernnetz. Projekte wie NEXT-E und Central European Ultra Charging stellen sicher, dass insbesondere Osteuropa auch von einer ultraschnellen Ladeinfrastruktur gut abgedeckt sein wird.

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SMATRICS Kunden haben aktuell bereits Zugang zu insgesamt über 40.000 Ladepunkten in ganz Zentraleuropa – davon rund 5.000 in Österreich, darunter zahlreiche High Power Charger.

 

SMATRICS Ladenetz

Durch die voranschreitende Veränderung hin zu einer großflächigen HPC-Ladeinfrastruktur steht auch das Ladenetz in Zukunft vor zunehmenden Herausforderungen, da Verbrauchsmengen zu Spitzenzeiten enorm zunehmen und Ressourcen belastet werden. Ein markanter Zuwachs an Installationen von HPC Ladepunkten bringen lastentechnische Auswirkungen auf das Netz mit sich. Diese Lasten können jedoch durch verschiedene Strategien entschärft werden,

  • wie eine Fokussierung auf Standorte mit geringen Auswirkungen auf das Netz,
  • intelligentes Laden und
  • die Kombination aus schnellem Laden mit Energiespeicherung.

Zusammenspiel mit Ladestation und Energiespeicher

Die Kombination von Ultra-Schnellladung und Energiespeicherung ist eine Strategie, um die Auswirkungen auf das Stromnetz, insbesondere auf Verteilungsebene, zu verringern. In Zeiten geringer Auslastung kann die Batterie mit einer konstanten Rate aus dem Netz oder durch lokale Erzeuger geladen werden. Wenn der Fahrzeugleistungsbedarf die Ladekapazität überschreitet, erhöht die stationäre Batterie die Leistung in der Sekunde. Auswirkungen auf das Stromnetz können dadurch gemindert und die Kosten für den Standort gesenkt werden, indem Lastspitzen und damit hohe Netztarife vermieden werden. Eine Strategie, die zu beachtlichen Einsparungen für den Stationsbetreiber führen kann, insbesondere bei zunehmender Ladeleistung. Mithilfe unseres SMATRICS Lastmanagements beraten wir Sie gerne über individuelles Laden, das Vermeiden von Lastspitzen sowie die optimale Nutzung Ihres Netzanschlusses. 

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Best Practice - Das Ultra-E Projekt

E-Mobilität darf nicht an der Landesgrenze enden - die signifikanten Steigerungen in der Reichweite machen E-Fahrzeuge inzwischen absolut langstreckentauglich. Deshalb leistet SMATRICS hierzu einen wesentlichen Beitrag und unterstützt täglich den Ausbau des internationalen Netzwerkes. Über das EU-kofinanzierte Projekt „Ultra-E“ wurden High Power Charging (HPC) Stationen mit bis zu 350 kW aufgebaut. SMATRICS und Allego erfüllen in diesem branchenübergreifenden Projektkonsortium – unter anderem mit den Fahrzeugherstellern BMW, Audi und Nissan – die Rolle als Ladestationsbetreiber (CPO). Die 25 Ultra-Schnellladestationen wurden in einem Abstand von ca. 120–150 km entlang von TEN-T-Netzwerk-Korridoren errichtet, von Amsterdam und Brüssel über München nach Wien und Graz. Die Gesamtlänge der damit abgedeckten Korridore beträgt mehr als 1.100 km. Damit ist es zum ersten Mal möglich, 100 % elektrisch auf der Langstrecke in Europa zu fahren.

 

SMATRICS und Verbund gehen einen Schritt weiter und haben drei der vier High Power Charging Anlagen erweitert und mit Pufferbatterie kombiniert. Die Großbatterien (mit 500 kW und 500 kWh) sind Teil des Projektes SYNERG-E und werden von Verbund mit sauberer Energie bewirtschaftet. Mit einer derartigen Infrastruktur ist man in der Lage, Belastungsspitzen – sogenannte Peaks – zu glätten und reduziert somit Netzkosten und Belastung. Zukünftig können damit HPC Anlagen gebaut werden, bei denen man nicht mehr im Bereich der Mittelspannung arbeitet. Welche Rolle Ultra-Schnellladestation entlang Autobahnen und in städtischen Gebieten einnehmen, lesen Sie hier.

Fazit

Der Elektromobilität und insbesondere dem ultraschnellen, zeitsparenden Laden gehört aus heutiger Sicht die Zukunft. Aus diesem Grund verstärkt SMATRICS gemeinsam mit Partnern die Bemühungen, notwendige Ladeinfrastruktur entlang von Autobahnen und urbanen Gebieten zur Verfügung zu stellen. Auch in naher Zukunft wird sich SMATRICS um die Entwicklung und Ausweitung des bestehenden Netzwerkes bemühen, um einen flächendeckenden, internationalen Service an HPC Ladestationen anbieten zu können. Aktuell profitieren SMATRICS Kunden bereits von Ladeleistungen bis zu 350 kW in unmittelbarer Nähe zum Autobahnknotenpunkt A2 und A9 (Ausfahrt Flughafen Graz). Weitere HPC Ladestationen befinden sich in Wien, Salzburg und Innsbruck.

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