28.09.2020

Zu Hause laden - Weichen für E-Mobilität in Wohnimmobilien gestellt

Die bequemste Art sein Elektrofahrzeug zu laden, ist zu Hause – am eigenen Parkplatz oder in der Garage. Um Elektromobilität im Bereich Immobilien stärker zu implementieren, wird derzeit auf rechtlicher Seite stark daran gearbeitet, das Errichten und Bauen von Ladestationen vor allem in Mehrparteienhäusern wesentlich einfacher zu gestalten.
wohnimmobilie

Bequem zu Hause laden

Elektromobilität befindet sich im Markthochlauf - bis 2027 wird bereits jedes zweite Neufahrzeug elektrifiziert sein.1 Damit erhöht sich auch der Bedarf nach Ladestationen & die Anforderungen für das Laden im Alltag ändern sich.

In Österreich leben rund 58,5 Prozent der Bevölkerung in Städten & urbanen Siedlungsgebieten. Gerade in Ballungszentren gibt es im öffentlichen Raum bereits zahlreiche Ladestationen. Im nächsten Schritt ist eine Verbesserung der Rahmenbedingungen im privaten Bereich sehr wichtig. Eine Modernisierung des Wohnrechts und die Anpassung von rechtlichen Bestimmungen werden die Installation von Ladestationen in Mehrparteienhäusern und Eigentümergemeinschaften massiv erleichtern.

Das Minimum: Leerverrohrungen für alle Parkplätze vorsehen

Der Entwurf für eine Änderung des Garagengesetzes sieht folgende Maßnahmen vor: Ab 10 Parkplätzen müssen Leerverrohrungen, die den nachträglichen Einbau von Ladestationen ermöglichen, an allen Stellplätzen vorgenommen werden. Das gilt für neue wie umfassend sanierte Wohnhäuser. In einigen Regionen wurde dieser Vorschlag bereits umgesetzt.

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„Right to Plug“: Einbau von E-Ladestationen in Wohnhäusern wird erleichtert

Eine Arbeitsgruppe des österreichischen Umwelt- und Justizministeriums entwickelt gerade einen neuen Entwurf des Wohnungseigentumsgesetzes und des Mietrechts, mit dem die Anschaffung von Ladestationen in Wohnhäusern erleichtert werden soll. Wer bisher im Mehrparteienhaus eine Ladestation für sein E-Auto installieren wollte, brauchte dazu die Zustimmung aller Parteien. Das soll sich nun ändern und deutlich vereinfacht werden. Ziel des neuen Gesetzes ist, dass kein einstimmiger Beschluss aller Miteigentümer mehr notwendig ist, um in der gemeinschaftlichen Garage oder am Parkplatz Ladevorrichtungen anzubringen.

Die EU geht in ihrer Gebäuderichtlinie (EPBD) von 2018 noch weiter und prägt den Begriff „right to plug“, also das Recht darauf, angemessene bauliche Veränderungen verlangen zu können, um Elektroautos zu laden bzw. zumindest keine Zustimmung der anderen Parteien für die Installation von Ladeinfrastruktur zu brauchen. Ob die lokale Umsetzung der Richtlinie in Österreich dieses „Anrecht“ beinhaltet oder weiterhin zumindest eine Mehrheitsentscheidung der Eigentümer vorsieht, soll sich laut Aussagen der Umwelt- und Justizministerinnen noch 2020 weisen.

 

Tipp: Bereits heute kann man in Österreich ohne Zustimmung der anderen Parteien Ladeinfrastruktur in der Stärke einer Steckdose (3,7 kW) installieren lassen.

Rechtsanspruch auf Ladestation für Wohnungseigentümer & Mieter in Deutschland beschlossen

In Deutschland hat der Bundestag im September 2020 eine Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) und des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) beschlossen, die den Anspruch auf private Lademöglichkeiten in Tiefgaragen oder auf Parkplätzen festhält. „Die Eigentümerversammlung darf die Baumaßnahmen in der Regel nicht verwehren“, heißt es in der Gesetzesbegründung der Regierung. „Sie darf aber auf die Art der Durchführung der Maßnahme Einfluss nehmen und zum Beispiel beschließen, dass die Gemeinschaft die Baumaßnahme organisiert, damit diese den Überblick über den baulichen Zustand der Wohnanlage behält."2

Förderungen abholen

Die Regierungen - in Deutschland sowie auch Österreich - bieten aktuelle viele Förderungen und Unterstützungsmodelle im Bereich der Elektromobilität an. Gefördert wird der Umstieg auf Elektrofahrzeuge sowie auch die Errichtung von Ladepunkten. Sie fragen sich, welche Förderungen es genau für Ladestationen gibt? Über alle relevanten Informationen rund um das Thema Förderungen, gibt SMATRICS Ihnen hier einen Überblick.

DAS PRODUKT „RESIDENTIAL CHARGING“

SMATRICS bietet mit dem Produkt RESIDENTIAL CHARGING ein Komplett-Paket speziell für das Laden in Wohnimmobilien – sowohl für bestehende als auch Neubauten als auch Bestandsobjekte.

RESIDENTIAL CHARGING deckt drei Bereiche ab:

  • Die Errichtung: Projektierung, Hardware, Beratung zum Netzanschluss und Installation
  • Den laufenden Service: Abrechnung mit den Nutzern, Lastmanagement (optional), 24/7 Hotline
  • Die Ladekarte: 1 Karte für das Laden zu Hause, in Österreich und im Ausland
drei bereiche residential charging

Fazit

Ladepunkte für E-Autos werden zum zentralen Ausstattungsmerkmal für modernes Wohnen. Planen Sie jetzt vorausschauend und bereiten Sie Ihre Immobilie auf die Herausforderungen der Zukunft vor. SMATRICS unterstützt Sie bei der Planung und Inbetriebnahme Ihrer Ladelösung und übernimmt die Administration und Verrechnung während des laufenden Betriebs. So steigern Sie nicht nur den Wert Ihrer Immobilie, Sie erhöhen auch ihre Attraktivität und machen sie zukunftsfähig und nachhaltig.

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