10.09.2020

E-Mobilität und Ladenetzbetrieb - in die Zukunft geblickt

Der Elektromobilitätsmarkt befindet sich in einem laufenden Veränderungsprozess. Das Laden von Elektrofahrzeugen wird immer mehr zum Convenience Service. Es gibt immer weniger Probleme der User an den Ladestationen und allgemein mehr Wissen zum Thema Elektromobilität am Markt. Aktuell liegen die Herausforderungen in der Geschwindigkeit der Bearbeitung von Anfragen und dem Thema Digitalisierung, sprich der Nutzung von Apps und Ladesoftware. In diesem Bereich liegt noch viel ungenutzte Wertschöpfung für die Zukunft, die es zu erkennen und umzusetzen gilt.
betrieb in zukunft

Der Betrieb von High-Power-Chargern

Beim Betrieb von High Power Charging (HPC) Infrastruktur muss man mit besonderen Herausforderungen rechnen. Diese sollten gut geplant sowie durchdacht sein. HPC-Anlagen befinden sich mit 600 kVA sofort in der Mittelspannung, und das Laden mit 150 kW bzw. 350 kW bedeutet Lastspitzen. Auch die Hardware ist mit gekühlten Kabeln komplexer.

high power charger graz

Umso wichtiger ist eine uneingeschränkte Funktionalität, da die Kunden entsprechende Preise an der Ladesäule zu zahlen haben. Für einen professionellen Betrieb setzen Betreiber deshalb am besten auf Erfahrung – SMATRICS hat diese Erfahrung in der Errichtung und im Betrieb von HPC-Ladeinfrastruktur. Wir können Sie jederzeit unterstützen und auf umfangreiche Best Practice zurückgreifen.

„Uneingeschränkte Funktionsfähigkeit und damit Kundenzufriedenheit muss im Betrieb im Vordergrund stehen. SMATRICS setzt auf rasche und effiziente Umsetzungen. So garantieren wir unseren Kunden und Partnern höchste Betriebssicherheit. Die Kernprozesse Ihres Unternehmens bleiben dabei unberührt“, so Ing. Mag. Christoph John, Leitung Operations.

Plug & Charge an der Ladestation

Auch Kunden werden immer digitaler und verlangen nach einfachen und intelligenten Ladelösungen in der Welt der E-Mobilität. In Zukunft sollen E-Autos mit Plug & Charge laden.

Plug & Charge – anstecken und abrechnen. Der Fahrer muss lediglich das Ladekabel an das E-Auto und/oder die Ladestation anschließen. Die Säule erkennt bei Ladung automatisch das Auto und die damit verbundenen Fahrer und Zahlungsdaten. Das Eingeben einer Kreditkarte, das Öffnen einer App zum Scannen eines QR-Codes oder das mühsame Suchen nach der RFID-Karte gehören mit dieser Technologie der Vergangenheit an.

tesla ladet an ladestation
Tesla ladet an einer Ladesäule von SMATRICS

Der Vorteil von Tesla: Die Ladestation erkennt das Elektroauto automatisch per Software. Die Kosten für die Kilowattstunden sind sofort an der Säule ablesbar. Eine effiziente und einfache Ladelösung, nur leider ist dieser Service bislang nur den Besitzern von Teslas vorbehalten, da Fahrzeug und Ladeinfrastruktur aus einer Hand kommen.

Aber es deuten immer mehr Zeichen darauf hin, dass in Zukunft bald auch andere Anbieter nachziehen und gleiche Leistungen flächendeckend anbieten. Durch die Einführung der internationalen Norm ISO 15118 können auch alle anderen Hardware-Anbieter gleichziehen. Das aktuelle Problem, das noch vorherrscht, ist, dass es keine gemeinsame Haltung zwischen relevanten Stakeholdern gibt, um eine breite Einführung von Plug & Charge zu gewährleisten. Aus diesem Grund gibt es auch in Deutschland und Österreich aktuell keine Ladesäulen, die Plug & Charge für alle anbieten, und auch keine Fahrzeuge mit einem Serienstand, der eine reguläre Nutzung von Plug & Charge unterstützt.

SMATRICS wirkt jedoch sehr aktiv an der Umsetzung dieser Technologie und Norm mit und erste Pilotprojekte wurden bereits erfolgreich abgeschlossen.

Reservierung von Ladestationen

Ein Service der einfach klingt, in der Umsetzung aber zahlreiche Herausvorderungen mit sich bringt. Das Reservieren von Ladepunkten hat sich bereits einen Fixplatz auf zahlreichen digitalen Entwicklungsagenden der verschiedenen Stakeholder gesichert, doch konkrete, marktreife Services müssen noch ein wenig auf sich warten lassen.

Der Service „Reservierung“ hat nur dann einen Sinn, wenn Nutzer davon ausgehen können, dass der reservierte Ladepunkt auch tatsächlich frei ist, wenn sie eintreffen. Die Probleme, die zurzeit noch vorherrschen, sind: E-Parkplätze werden im öffentlichen Bereich oft von Falschparkern zugestellt. Zudem fehlt bisher eine endnutzerfreundliche Reservierungsmöglichkeit für öffentliche Ladepunkte. Folglich sinkt die Akzeptanz bei Elektromobilisten, und man erzielt nur schwer eine wirtschaftliche Auslastung.

Fazit

Die Digitalisierung hat die Zukunft der Ladetechnologie in der Welt der Elektromobilität fest im Griff. Dies betrifft nicht nur den fortlaufenden Betrieb an den Ladestationen, sondern auch das schnelle, einfache und unkomplizierte Laden von E-Autos an den Ladestationen. High Power Charger, Plug & Charge und Reservierung von Ladestationen werden wir in Zukunft also noch öfter zu hören bekommen.

Erfahren Sie mehr über die neuesten Entwicklungen und planen Sie den Betrieb Ihrer Ladestationen mit den Guidelines in unserem neuen Whitepaper „BETRIEBSFÜHRUNG – Funktionierende Ladeinfrastruktur für Wertschöpfung im Ladenetz“.

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