15.05.2019

Elektroautos für Ihre Firmenflotte

Elektroautos im Fuhrpark bringen zahlreiche Vorteile für Unternehmen. Neben dem Umweltfaktor und der Erfüllung gesetzlicher Rahmenbedingungen, bringt die Elektrifizierung der Firmenflotte durch Förderungen und Steuerbefreiungen auch Kostenersparnisse für Unternehmen und MitarbeiterInnen. Lesen Sie hier, welche Schritte beim Umstieg des Fuhrparks auf Elektromobilität zu beachten sind und wie das Projekt Elektrifizierung erfolgreich gelingt.
Symbolbild Fuhrpark an Ladestationen

Die Anforderungen an Fuhrparkmanager werden immer komplexer. Nicht nur der Diesel-Skandal war Auslöser für zahlreiche Firmen, sich in Bezug auf ihre Flotte mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Laut einer Studie des Fuhrparkunternehmens ARVAL sind die drei größten Herausforderungen für die Zukunft Gesetzesänderungen, der technologische Fortschritt und an erster Stelle die Optimierung der Kosten (1). Um diesen Herausforderungen bestmöglich zu begegnen, entscheiden sich immer mehr Unternehmen für den Schritt in die Elektromobilität: Der Anteil der Unternehmen, die bereits Fahrzeuge mit alternativem Antrieb in ihren Fuhrpark integriert haben, ist im Vergleich zum Vorjahr von 5 auf 11 Prozent gestiegen (1). Mit Elektromobilität lässt sich neben CO2 auch bares Geld sparen, davon profitieren Umwelt, Firmen UND Mitarbeiter – abgesehen von den positiven Auswirkungen auf das Unternehmensimage, wie wir Ihnen anhand eines Beispiels zeigen wollen. Dennoch haben Fuhrparkmanager nach wie vor Zweifel an der Tauglichkeit für die eigene Flotte, die wir auf den nächsten Seiten adressieren wollen.

1. DREI SCHRITTE ZUR STANDORTBESTIMMUNG: WIE GUT PASSEN E-AUTOS INS UNTERNEHMEN?

Steuervorteile und attraktive Förderaktionen haben bei heimischen Unternehmen das Interesse an E-Mobilität geweckt. Allerdings ist das Thema vielfach noch mit Fragen und Mythen behaftet, die wir für Sie in Fakten und Entscheidungsgrundlagen verwandeln wollen.

 

PASST EIN E-AUTO ZU MEINEM UNTERNEHMEN?

Jedes Unternehmen hat unterschiedliche Anforderungen an seinen Fuhrpark. Der Fragenkatalog ist umfangreich, doch die Beantwortung zeigt: fast jeder Topf findet seinen Deckel. Mit den folgenden drei Schritten können sich Fuhrparkmanager einen ersten Überblick verschaffen.

Lieferwagen wird beladen, während er an Ladestation hängt

SCHRITT 1: ANALYSE DES MOBILITÄTSBEDARFES

Eine Analyse des eigenen Mobilitätsbedarfes ist der erste Schritt in der Entscheidungsfindung. Vor allem, wenn noch gar keine Erfahrung mit Elektromobilität vorhanden ist, können folgende Fragestellungen rund um den Fuhrpark hilfreich sein:

Firmenwagen wird an Ladestation aufgeladen
  • Wie viele Fahrzeuge sind im Einsatz und wer fährt damit?
  • Wie oft sind sie im Einsatz?
  • Wie viele Kilometer müssen im Durchschnitt zurückgelegt werden?
  • Wo sind die Fahrzeuge hauptsächlich im Einsatz?
  • Handelt es sich um Poolfahrzeuge?
  • Wann und wo steht ein Fahrzeug im Regelfall?
  • Dient das Fahrzeug lediglich dazu, Personen von A nach B zu transportieren?
  • Müssen Waren transportiert werden oder ist das Auto eine fahrende Werkstatt?
PKW wird an Ladestation aufgeladen

Wer die Antworten auf diese Fragen oder einen Teil davon (noch) nicht weiß, kann dafür auf Hilfsmittel zurückgreifen. Das Angebot der Analyse-Tools ist breit gefächert und reicht vom ausfüllbaren Papierbogen über Smartphone-Apps bis zum GPS Tracker, der etwa vom TÜV Austria angeboten wird und sämtliche Einsparungspotenziale aufzeigt sowie das Fahrverhalten von einzelnen Fahrzeugen und Nutzern detailreich evaluiert (2).

Nach der Beantwortung dieser Fragen können die Ergebnisse mit aktuell am Markt befindlichen Modellen abgeglichen werden. Unabhängige Stellen wie Autofahrerclubs (ÖAMTC, ARBÖ) und Fachzeitschriften sind gute Anlaufstellen, da sie regelmäßig Tipps, Tricks und Testberichte der neuesten Modelle publizieren. Wer bei einem Leasingunternehmen unter Vertrag ist, sollte auch dort mittlerweile kundige Berater für eine Analyse finden, die bei der Beantwortung der Frage „Elektroauto – ja oder nein?“ behilflich sind.

SCHRITT 2: DAS PASSENDE E-FAHRZEUG

Fuhrpark vor Ladestation

94 Prozent aller in Österreich zurückgelegten Fahrten sind kürzer als 50 Kilometer (3). Das ist mit jedem rein elektrisch betriebenen E-Auto und mit fast jedem Plug-In-Hybrid machbar: Rein elektrische E-Fahrzeuge schaffen unter realen Bedingungen bis zu 250 Kilometer. Die Automobilhersteller arbeiten mit Hochdruck an neuen Modellen, die in naher Zukunft 400-500 Kilometer Reichweite mit einer Ladung schaffen sollen.

Dabei ist E-Auto nicht gleich E-Auto: Vom City-Flitzer über den Mittelklassewagen bis hin zum Prestigeobjekt – die Modellpalette ist in den vergangenen Jahren stark angewachsen und ein Ende ist nicht in Sicht.

Neben PKWs existiert außerdem eine breite Palette an Transportern und Nutzfahrzeugen, 2019 werden zudem die ersten E-LKW auf den Markt kommen (4).

Selbst der Bedarf höherer Reichweiten ist kein absoluter Ausschlussgrund für ein elektrifiziertes Modell, denn auch mit Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen lässt sich der CO2-Ausstoß im Vergleich zum reinen Verbrenner erheblich verringern. Diese Fahrzeuge verfügen zusätzlich über einen Verbrennungsmotor, der bei längeren Strecken zum Einsatz kommt, die kürzeren Strecken (bis ca. 60 Kilometer) hingegen können rein elektrisch zurückgelegt werden. Damit kann auch der Außendienst, „bei dem unter 400 Kilometer nichts geht“ genauso sein Ziel erreichen – in räumlicher Hinsicht und auf umweltverträgliche Weise, denn die Kurzstrecken werden dann dennoch elektrisch zurückgelegt.

Einen guten Überblick über die aktuell in Österreich erhältlichen Modelle findet man unter anderem hier:



ÖAMTC:
https://www.oeamtc.at/thema/elektromobilitaet/#die-neuen-e-autos-22554029

Austrian Mobile Power:
https://www.austrian-mobile-power.at/de/e-guide/e-fahrzeuge/

Auto Revue:
https://autorevue.at/autowelt/alle-elektroautospreise-testberichte-daten


Button für Download es Leitfadens "Wegweise für Fuhrparkmanager"

SCHRITT 3: E-AUTO – EINE KOSTENFRAGE (TCO)

Jedes Unternehmen ist den Grundsätzen wirtschaftlichen Handelns unterworfen, bei der Anschaffung von E-Autos als Firmenfahrzeuge ist daher der Kostenfaktor entscheidend. Der Punkt geht klar ans E-Auto, das im Vergleich zum Verbrenner mit Sparpotenzial in den folgenden Bereichen punktet:

  1. Steuerliche Vorteile: Entfall der NoVA und der motorbezogenen Versicherungssteuer, 100 Prozent Vorsteuerabzugsberechtigung
  2. Fördermöglichkeiten für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur (5)
  3. Geringere Betriebs- und Wartungskosten
  4. Kein Sachbezug für Dienstwagenfahrer

Laut Klima- und Energiefonds sind E-Autos insbesondere aufgrund der Batteriekosten in der Anschaffung zwar teurer als Autos mit Verbrennungsmotoren, jedoch kann sich der Kauf eines Elektroautos innerhalb relativ kurzer Zeit dank deutlich geringerer Betriebskosten amortisieren. (3)

Tabelle mit Einsparungen bei Anschaffung eines betrieblich genutzten Elektroautos

Gerade für Fuhrparkmanager ist eine gesamthafte Betrachtung notwendig, aber klar ist, dass sich diese Einsparungspotenziale auch bei der Berechnung der TCO (total cost of ownership) positiv auswirken. Diese können mithilfe eines Elektroautos beeindruckend gering gehalten werden.

2. FUHRPARK RELOADED – LADEMANAGEMENT FÜR FIRMENFAHRZEUGE

Die Entscheidung für E-Autos im Firmenfuhrpark ist unmittelbar mit der Frage nach praktikabler Ladeinfrastruktur bzw. intelligentem Lademanagement verbunden. Intelligent bedeutet, dass über die Ladeinfrastruktur unterschiedlichste Informationen aus dem Ladevorgang gewonnen werden können, wie Dauer, Nutzer, Abrechnungsmodalitäten etc., die das Unternehmen zur Verarbeitung benötigt. Die Beschäftigung mit dieser Frage wirkt für den einen oder anderen vielbeschäftigten Fuhrparkmanager abschreckend. Die gute Nachricht ist: das muss es nicht. Die goldene Regel lautet: Geladen wird am besten dort, wo das Auto ohnehin steht, also am Firmenstandort, unterwegs oder beim Nutzer zuhause. Folgende grundsätzliche Überlegungen helfen bei der Entscheidung für die richtige Ladelösung.

WELCHE LADESTATION PASST?

Von der einzelnen Wallbox bis zum Multi-Stations-System mit Highspeed ist alles möglich, die optimale Lösung hängt dabei von folgenden Anforderungen ab:

 

  • Wie viele Fahrzeuge sollen gleichzeitig laden können?
  • Wie schnell soll geladen werden?
  • Welche Voraussetzungen bietet die vorhandene Infrastruktur?
Drei verschiedene Ladestationen an einer Wand

Für kurze Ladezeiten gibt es speziell für Flotten Gleichstrom Wallboxen für bis zu 10 mal schnellere Ladungen als an der Haushaltssteckdose. Neben dem Aufladen der eigenen Fahrzeuge kann man auch bei seinen Kunden mit dem Angebot einer Lademöglichkeit punkten. Die Verrechnung der Ladevorgänge kann dabei ganz individuell geregelt werden: Von der Zuordnung zu einzelnen Kostenstellen oder Nutzern bis zur kostenlosen Verfügbarkeit ist alles möglich. Stehen dem Unternehmen etwa in einem angemieteten Gebäude einzelne Parkplätze zur Verfügung, so kann mit dem Eigentümer ebenfalls die Installation einer oder mehrerer Wallboxen vereinbart werden.

WER KÜMMERT SICH UM DEN BETRIEB?

Der laufende Betrieb kann dabei ganzheitlich an spezialisierte Betriebe ausgelagert werden, dazu gehören sämtliche Dienstleistungen wie Installation, Inbetriebnahme, Fernwartung und vor Ort Service, Monitoring oder Hotline.

LEISTUNG EFFIZIENT NUTZEN

Das Laden von E-Autos stellt spezielle Anforderungen an bereits bestehende Elektro-Infrastruktur. Ein professionelles Lastmanagement sorgt in diesem Fall für effiziente und sichere Nutzung. Damit wird die intelligente Steuerung der verfügbaren Leistung sichergestellt und auch die Netzanschluss-Kosten bleiben im Rahmen. Die Integration von Photovoltaik schafft zusätzliches Sparpotenzial.

ÖFFENTLICHE LADEMÖGLICHKEITEN FÜR UNTERWEGS

Aktuell gibt es in Österreich 4.500 Ladestationen für E-Autos mit unterschiedlicher Ladeleistung, von beschleunigtem bis zum High-Speed-Laden (43 bzw. 50 kW). Darüber hinaus wird auch schon am Netz der Zukunft gebaut – an den so genannten Ultra-Highspeed Chargern stehen künftig Ladeleistungen von 150-350 kW zur Verfügung, also parallel zur Entwicklung der Ladeleistung der Fahrzeuge. Im Rahmen von EU-Projekten wird der Ausbau dieses Netzes über die Landesgrenzen hinaus vorangetrieben, sodass auch Fahrten ins Ausland problemlos möglich werden.

Mann lädt Auto an Garagen-Ladestation

WALLBOX FÜR DIE HEIMISCHE GARAGE

Der Dienstwagen des Mitarbeiters erhält den Strom zuhause an einer Wallbox, verbunden mit der Möglichkeit zur Abrechnung über das Unternehmen. Viele Wege führen also zum Strom, umso wichtiger ist kompetente Beratung, welcher der richtige Weg für das eigene Unternehmen ist. Unter dem Begriff Managed Infrastructure werden alle Dienstleistungen rund um das Thema Elektromobilität zusammengefasst. Beginnend bei der Beratung, die punktgenau auf den (künftigen) Fuhrpark zugeschnitten ist, über die Einholung aller notwendigen behördlichen Genehmigungen, Installation, Betrieb, Wartung, Entstörung, Verrechnung bis hin zur 24-Stunden-Hotline – bei der Umsetzung aller notwendigen Schritte helfen Ihnen spezialisierte Anbieter mit dem nötigen Know-how. Managed Infrastructure ist nicht ausschließlich für Firmen geeignet, die ihren eigenen Fuhrpark elektrisieren bzw. aufladen möchten. Autohäuser, Freizeit- und Tourismusbetriebe, Immobilienentwickler oder Shoppingcenter setzen auf schlüsselfertige, innovative Ladelösungen vom Profi.

3. 16 VORTEILE VON E-MOBILITÄT – WARUM UNTERNEHMEN JETZT UMSTEIGEN SOLLTEN

„Ja, aber …“ lautet das liebste Argument von E-Mobilitätsskeptikern. Hier sind 16 starke Fakten, die sowohl einzeln als auch in Summe zeigen: Elektromobilität ist in der Gegenwart angekommen und außerdem in mehrerlei Hinsicht profitabel, von Kostenvorteilen für Unternehmen und Mitarbeiter bis hin zu den positiven Auswirkungen auf Image, Umwelt und Lebensqualität.

auflistung vorteile

KOSTENVORTEILE

1 LOHNNEBENKOSTEN
Mitarbeiter, die das Firmen-E-Auto privat nutzen, zahlen keinen Sachbezug. Arbeitnehmerseitig
sind Ersparnisse von rund 450 Euro netto pro Monat möglich. (6)

 

2 VORSTEUERABZUGSFÄHIGKEIT
Seit 1. 1. 2016 sind die Anschaffungskosten von Elektroautos vorsteuerabzugsberechtigt. Liegt
der Anschaffungspreis eines E-Fahrzeuges über 80.000 Euro, entfällt die Möglichkeit zum
Vorsteuerabzug zur Gänze. Bei Anschaffungskosten zwischen 40.000 Euro und 80.000 Euro
erfolgt der Vorsteuerabzug anteilsmäßig.

 

3 KEINE NORMVERBRAUCHSABGABE (NOVA)
Für Elektroautos in Österreich muss keine NoVA bezahlt werden.

 

4 KEINE MOTORBEZOGENE VERSICHERUNGSSTEUER
Die Höhe der motorbezogenen Versicherungssteuer richtet sich bei PKWs nach der Leistung
(kW) des Verbrennungsmotors. Daraus ergibt sich, dass reine Elektroautos von der motorbezogenen
Versicherungssteuer komplett befreit sind, Range-Extender und Hybrid-PKW bezahlen
nur für die Leistung des Verbrennermotors.

 

5 ENERGIEKOSTEN
Bei einer Jahreskilometerleistung von 15.000 km, einem Haushaltsstrompreis von ca. 22 Cent pro
Kilowattstunde (kWh) und einem Verbrauch von 15-20 kWh pro 100 km liegen die Energiekosten
eines E-Autos bei 500 bis 650 Euro jährlich. Ein vergleichbares konventionelles Fahrzeug (7 Liter
Verbrauch auf 100 km und 1,20 Euro pro Liter Treibstoff) würde über 1.200 Euro an Treibstoffkosten
verursachen. Die „Treibstoff“-Einsparungen liegen somit bei etwa 600 bis 750 Euro jährlich. (3)

 

6 GERINGERE KOSTEN FÜR WARTUNG
E-Autos haben keine verschleiß- und wartungsintensiven Komponenten wie Schaltgetriebe,
Auspuffanlage und Verbrennungsmotor, der Ölwechsel fällt weg.

 

7 ZEITERSPARNIS
Auch Zeit ist Geld: weniger Verschleißteile bedeuten weniger Zeitaufwand bei der Wartung
eines E-Autos.

 

8 ANKAUFSPRÄMIEN
Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine werden beim Ankauf von E-Fahrzeugen im Rahmen
des Aktionspakets zur Förderung der Elektromobilität mit erneuerbarer Energie unterstützt.
So werden Pkw mit reinem Elektroantrieb mit 3.000 Euro bzw. Plug-in-Hybride mit 1.500 Euro
gefördert. (9) Darüber hinaus gibt es auch Förderungen für weitere Fahrzeugklassen, wie zum
Beispiel E-Nutzfahrzeuge oder E-Busse.

 

9 FÖRDERUNGEN FÜR LADEINFRASTRUKTUR
Nicht nur der Kauf von E-Fahrzeugen wird gefördert, sondern auch für die Installation von
Ladeinfrastruktur gibt es Fördermittel. Gefördert wird die Errichtung von E-Ladestellen (Standsäule
bzw. Wallbox), an denen ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energieträgern als Antriebsenergie
für Elektrofahrzeuge erhältlich ist. (10)

 

 

IMAGE
10 KUNDENBINDUNG
Bieten Sie Ihren Kunden das gewisse E-Xtra, indem Sie ihnen Ladeinfrastruktur zur Verfügung
stellen! Lademöglichkeiten vor Ort werden von E-Auto Nutzern dankbar angenommen und
erhöhen die Verweildauer.

 

11 POSITIVER IMAGETRANSFER
Elektromobilität ist modern, innovativ und nachhaltig – mit einem e-mobilen Fuhrpark übertragen
Sie diese Attribute auf Ihr Unternehmen!

 

 

UMWELT
12 UMWELTFAKTOR
Wer mit Strom fährt, leistet einen großen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt und setzt ein Zeichen
für mehr Bewusstsein, da E-Autos kein CO2 ausstoßen. Dies trägt jedoch nur dann positiv
bei, wenn die Elektroautos mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Vor allem
in Gebieten mit hoher Umweltbelastung, beispielsweise den Innenstädten, kann der Einsatz von
Elektroautos zu einer geringen Verschmutzung führen.

 

13 ENERGIEEFFIZIENZ
Elektromotoren zeichnen sich durch einen hohen Wirkungsgrad aus. Sie arbeiten 3–4 mal effizienter
als Verbrennungsmotoren und senken damit den Energieverbrauch. (8)

 

 

LEBENSQUALITÄT
14 LEBENSQUALITÄT
Elektromotoren sind nahezu geruchs- und geräuschlos. Besonders im Stadtverkehr kommt es
durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen zu deutlich merkbaren Verbesserungen der Luft- und
Lärmbelastung.

 

15 FAHRSPASS
Bei einem Elektromotor steht das maximale Drehmoment und somit auch die volle Leistung
nahezu über den gesamten Drehzahlbereich zur Verfügung. Das garantiert deutlich bessere
Beschleunigung und dementsprechenden Fahrspaß.

 

16 HOHE ZUFRIEDENHEIT
Erfahrungsberichte zeigen, dass viele Nutzer von E-Autos sehr zufrieden sind – sowohl im betrieblichen
als auch im privaten Bereich. Eine Untersuchung unter 1.721 Elektroauto- Besitzern
im Vorzeigeland Norwegen (7) hat gezeigt, dass diese kaum Nachteile wahrnehmen und nahezu
alle Befragten, die ausschließlich ein E-Auto nutzen, auch bei einer Neuanschaffung dabei
bleiben werden.

4. E-MOBILITÄT IN DER PRAXIS – DREI FLEETMANAGER UND EIN UNTERNEHMER BERICHTEN

So unterschiedlich die Unternehmen und ihr Mobilitätsbedarf auch sind – als Gründe für die Beschäftigung mit dem Thema nennen alle vier Interviewpartner Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit.

Folgende Fuhrparkmanager und Unternehmer haben wir zum Interview gebeten:

Ing. Michael Frühwald, Head of Facility Managment & Fleetmanagment, RHI AG

“Infrastruktur hat gewaltig angezogen”

Ing. Michael Frühwald

Head of Facility Management & Infrastructure Vienna, Fleetmanagement Austria

RHI AG, Wien

Helmut Tomek Fleet Manager Wienerberger

“Unser Planet würde sich sicher freuen!”

Helmut Tomek

Fleet Manager Car Fleet

Wienerberger AG, Wien

Manfred Tutschek, Senior Specialist Fleet, ISS Austria Holding GmbH

"Unternehmensleitung fördert die Entwicklung"

Manfred Tutschek

Senior Specialist Fleet – Einkauf & Fuhrpark

ISS Austria Holding GmbH, Wien

Ing Peter Koch

"Eine meiner klügsten Entscheidungen!"

Ing. Peter Koch

Spenglermeister

Spenglereich Koch

ZUALLERERST: E-Autos im Fuhrpark erhalten von den Fleetmanagern eine grundsätzlich positive Bewertung, vor allem der technologische Fortschritt, der damit Einzug ins Unternehmen hält. Als erster Schritt in das Thema E-Mobilität ist die Anschaffung eines Poolfahrzeugs dar, das sich vor allem für den Einsatz im städtischen Bereich eignet. „Unser Opel Ampera ist auffällig gebrandet und wird als Stadtfahrzeug und Werbeträger genutzt“, berichtet Helmut Tomek von der Wienerberger AG.

 

DIE HERAUSFORDERUNGEN
Die Entscheidung für ein E-Auto und die Anschaffung verursacht deutlich mehr Aufwand als ein Standard-Dieselfahrzeug”, erklärt Manfred Tutschek von ISS, “das geht von der internen Beratung über die Kostenanalyse und die Abwicklung der Förderung bis hin zur Errichtung eigener Ladeinfrastruktur.” Mit dieser komplexen Fragestellung müssen sich Fuhrparkmanager zum Glück nicht alleine auseinandersetzen. Leasinggesellschaften sowie Experten auf dem Gebiet für Ladeinfrastruktur-Lösungen verfügen hier über tiefgehendes Know-how, das den Unternehmen wiederum hilft, Zeit und Nerven zu sparen.

Michael Frühwald von RHIMAGNESITA beschäftigt vor allem das Thema Nachhaltigkeit. “Man muss ökologisch denken und hier eignet sich die Technologie auch bestens, um Awareness zu schaffen.” Besonders dem Umgang mit ausgedienten Akkus, zu deren Produktion ja seltene Rohstoffe eingesetzt werden, müsse aber besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden - Stichwort Second Life. Im Vergleich zu den Produktionswerken sind die Möglichkeiten, zu mehr Nachhaltigkeit beizutragen, für den reinen Bürostandort Wien ohnehin begrenzt.

Die Verschränkung der Nutzer mit der Infrastruktur steckt noch in den Kinderschuhen”, sagt Michael Frühwald. Die Frage, wer, wann, wo sein Auto privat oder dienstlich lädt, müsse künftig genauso einfach zu lösen sein, wie dem Mitarbeiter eine Tankkarte in die Hand zu drücken. Aktuell wurde das Thema an die Leasinggesellschaft outgesourced.

Die Vorteile für die Auslagerung liegen auf der Hand: Wer in Sachen Elektromobilität auf Experten der Branche vertraut, bekommt Antworten auf alle Fragen – auch jene, die er sich noch gar nicht gestellt hat. Abgesehen von der Antwort auf immerwährende Frage „Was kostet’s?“ können die Experten auch Hardfacts zur Frage „Was bringt’s?“ als Entscheidungsgrundlage für den E-Fuhrpark liefern. Nutzermanagement, Lastmanagement oder Geld verdienen mit der eigenen Ladestation sind nur einige Beispiele dafür.

 

DAS WÜNSCHEN SICH DIE FUHRPARKMANAGER: MEHR REICHWEITE ZU ERSCHWINGLICHEN PREISEN

Die Automobilhersteller müssen ihre Hausaufgaben machen”, sagt Helmut Tomek. So lange keine E-Autos mit realen Reichweiten von 500 Kilometern (ohne Zwischenladung) zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung stehen, wird ein weiterer Ausbau des Fuhrparks mit E-Autos bei Wienerberger nur bedingt stattfinden.

Das sieht Michael Frühwald ähnlich: “Ein E-Auto zahlt sich für uns erst dann aus, wenn wir die Strecke Wien - Leoben, ein paar Termine vor Ort und den Rückweg am Abend ohne Ladevorgang schaffen.

Manfred Tutschek wünscht sich günstigere Modelle und dass E-Mobilität “selbstverständlicher” wird. “Am Markt müssen auch günstige Fahrzeuge angeboten werden, derzeit sind die Listenpreise zu hoch”, sagt er.

Der Anschaffungspreis ist also immer noch ein Thema bei Fuhrparkmanager obwohl E-Autos subventioniert werden liegt dieser noch über den Kosten für ein gleichwertiges Verbrennermodell. Jedoch zeigen TCO Berechnungen schon heute ganz klar, dass sich das Elektroauto, dank geringer Wartungskosten, Entfall der motorbezogenen Versicherungssteuer und weiteren Vorteilen, im Vergleich zum Verbrenner bereits nach wenigen Jahren rechnet. 

Elektromobilität gewinnt im Unternehmen weiter an Bedeutung

E-Mobilität ist Thema und wir verschließen uns nicht,” sagt Michael Frühwald. Bei den Staplern- und anderen Kleinfahrzeugen ist die Umstellung auf “E” ohnehin längst im Gange. Und vom Standort Leoben, von dem aus diverse Strecken elektrisch machbar sind, wurde außerdem ein E-Auto angeschafft. Die öffentliche Ladeinfrastruktur habe in den letzten Monaten gewaltig angezogen und auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur im Unternehmen soll sukzessive vorangetrieben werden.

Helmut Tomek war bei Wienerberger die treibende Kraft, sich mit E-Mobilität auseinanderzusetzen. Mit Blick in die Zukunft sagt er: “Wir können nicht ewig mit fossilen Brennstoffen fahren. Aktuell verfügen wir zwar nur über ein E-Auto, deshalb spielt auch die Ladeinfrastruktur noch keine große Rolle. Mit der Zunahme neuer Modelle am Markt wird sich das jedoch ändern und wir tragen diesem Umstand am neuen Standort (Übersiedlung 2019) Rechnung. Dort errichten wir in einem ersten Schritt 10 Ladestationen - mit der Möglichkeit auf 50 auszubauen. So können jedenfalls jene Mitarbeiter, die privat bereits ein E-Auto fahren, problemlos laden.

Manfred Tutschek ist überzeugt, dass die Bedeutung der E-Mobilität auch bei ihm im Unternehmen zunehmen wird, wenn auch nur „in kleinen Schritten. Der Einsatzzweck muss einzeln ausgewählt werden.”

Chart Gesamtkostenvergleich nach 8 Jahren

Peter Koch rechnet vor, wie sich die Umstellung in seinem Betrieb ausgezahlt hat: Durch die PV-Anlage am Dach arbeitet das Unternehmen nahezu energieautark, die E-Fahrzeugflotte hat sich im Gebrauch schnell amortisiert. Die Spritkosten von 2.000-3.000 Euro haben sich auf 150-200 Euro Stromkosten pro Monat verringert, die Wartungskosten haben sich mehr als halbiert. „Auch ohne Förderungen rentiert sich die Anschaffung einer voll-elektrischen Flotte, denn Dank der Steuerreform sparen sich Unternehmen in Österreich bereits bei der Anschaffung der E-Fahrzeuge rund 20 Prozent der Kosten. Der Sachbezugsentfall hilft auch den Arbeitnehmern sehr“, sagt Peter Koch.

* Annahmen: Listenpreis konventionelles Kfz (135 kW) inkl. USt & NoVA: 32.000 Euro; Listenpreis eines vergleichbaren E-Autos (125 kW)
inkl. USt: 38.000 Euro, zzgl. 2.000 Euro Wallbox, abzgl. 4.000 Euro Förderung; Jahresfahrleistung 15.000 km, Verbrauch auf 100 km:
7 Liter Benzin (1,20 Euro/l) bzw. 18 kWh (0,22 Euro/kWh); Amortisation nach ca. 2,5 Jahren; Kostenvorteil nach 8 Jahren ca. 10.000 Euro

Die gute Nachricht zum Schluss lautet, dass die Elektrifizierung der Flotte zwar Umstellungen an der einen oder anderen Stelle erfordert, die man als zuständiger Fuhrparkmanager aber nicht alleine stemmen muss. Verlässliche Partner und kompetente Anbieter sind Profis auf diesem Gebiet und können bei der Umsetzung wertvolle Hilfestellung leisten und individuelle Möglichkeiten, maßgeschneidert auf das jeweilige Unternehmen, bieten.

Wenn auch Sie überlegen, Ihre Flotte zu elektrifizieren, aber noch nicht genau wissen, wie, dann stehen Ihnen die kompetenten Ansprechpartner von SMATRICS gerne zur Verfügung. Sie beantworten alle Ihre e-mobilen Fragen und beraten Sie gerne umfassend zum Thema Managed Infrastructure.

(1) Arval Fuhrpark Studie 2018, www.arval.at
(2) https://e-fleet.tuvservices.at
(3) Faktencheck E-Mobilität (Klima und Energiefonds), https://www.klimafonds.gv.at/presse/presseinformationen/
faktencheck-e-mobilitaet-e-autos-schonen-umwelt-undgeldboerse/
(4) http://www.autobild.de/artikel/uebersicht-e-lkw-konkurrenz-zum-tesla-e-truck-3922499.html
(5) https://www.bmvit.gv.at/verkehr/elektromobilitaet/index.html
(6) Austrian Mobile Power: Steuerrechner, http://www.austrian-mobile-power.at/steuerrechner
(abgerufen am 18.08.2017)
(7) Institute of Transport Economics, Norwegian Centre for Transport Research: Electric vehicles –
environmental, economic and practical aspects. TØI report 1329/2014m, Oslo 2014
(8) https://www.klimaaktiv.at/mobilitaet/elektromobilitaet/elektromobilitaet.html
(9) http://www.umweltfoerderung.at/betriebe.html
(10) https://www.umweltfoerderung.at/betriebe/e-ladeinfrastruktur.html


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