19.09.2017

Technik kinderleicht erklärt
E-Autos: Antriebsarten und Unterschiede

Schwindende Rohstoffe, wachsende Städte, vermehrtes Verkehrsaufkommen, immer mehr Abgase - E-Fahrzeuge sind das Konzept er Zukunft. Aber was bedeuten diese Abkürzungen - BEV, REX, PHEV, FCHEV eigentlich, welche in der E-Mobilitätsbranche so häufig genannt werden und was ist Unterschied zwischen Elektro-, Hybrid- und Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen?
SMATRICS Antriebarten kinderleicht erklärt

Im Grunde unterscheidet man zwischen 3 wesentlichen Antriebsarten für PKW: 

  • dem Verbrennungskraftmotor (z.B.: Diesel, Benzin, Gas, Ethanol, Wasserstoff)
  • den Hybridantrieben und
  • den rein elektrischen Antriebe. 

Verbrennungsmotoren (ICE)

Verbrennungsmotoren, meist Diesel- oder Benzinmotoren, sind aktuell die gängigsten Antriebsarten für PKW-Motoren. In den letzten Jahren werden auch alternative Treibstoffe wie Ethanol, Flüssiggas oder Erdgas eingesetzt. Verbrennungsmotoren haben höhere lokale Emissionswerte als elektrische Antriebe oder Hybridantriebe.

  • Feinstaub (pm),
  • Kohlendioxid (CO2),
  • Stickoxide (NOx),
  • Schwefeldioxid (SO2) sowie
  • Lärm

sind die wesentlichsten Emissionsarten. 

Hybridelektrofahrzeuge (HEV)

Ein Hybridelektrofahrzeug (HEV, Hybrid Electric Vehicle) ist ein Fahrzeug, das zum Zweck des mechanischen Antriebs aus einem Betriebskraftstoff oder einer Speichereinrichtung für elektrische Energie/Leistung (z.B. Batterie, Kondensator, Schwungrad/Generator usw.) im Fahrzeug gespeicherte Energie/Leistung bezieht. Nach dem Leistungsanteil des elektrischen Antriebs an der Gesamtleistung des Fahrzeugs werden drei verschiedene Klassen unterschieden:

  • Mikrohybrid: Hier dient der elektrische Motor nicht dem Antrieb des Fahrzeuges (Start-Stopp-Automatik, Bremsenergierückgewinnung, z.B.: BMW 1-er Baureihe).
  • Mildhybrid: Der Elektroantriebsteil wird als Unterstützung für den Verbrennungsmotor eingesetzt (z.B. Mercedes S Klasse).
  • Vollhybrid: Aufgrund ihrer Leistung ermöglichen diese auch eine vollelektrische Fahrweise (z. B. Hyundai Ioniq Hybrid).

Elektrische Antriebe (BEV, REX, PHEV, FCHEV)

Battery Electric Vehicle (BEV)

Rein batteriebetriebene Fahrzeuge verfügen ausschließlich über Elektromotoren als Antriebsstrang. BEVs haben einen besonders geringen Anteil an lokalen Emissionen (z.B. Renault ZOE 0g CO2/km).

Range Extender Electric Vehicle (REX)

Die Bezeichnung für Fahrzeuge mit „Reichweitenverlängerungssystemen“ lautet REX (auch REEV). REX verfügen über einen Verbrennungsmotor, welcher über einen Generator die Fahrzeugbatterie aufladen kann. Die Fahrzeugbatterie kann aber auch über das Stromnetz geladen werden. Der Verbrennungsmotor wird nur dann aktiv, wenn die Batteriekapazität erschöpft ist. Im Unterschied zum PHEV werden die Räder nur vom Elektromotor angetrieben. Range Extender Fahrzeuge sind Fahrzeuge mit niedrigen lokalen Emissionswerten (z.B. BMW i3 13g CO2/km).

Plug-in hybrid Electric Vehicle (PHEV)

Plug-In-Hybride werden sowohl über einen Elektromotor als auch über Verbrennungsmotoren angetrieben. Im Unterschied zum HEV kann die Batterie auch mittels Stecker über das Stromnetz geladen werden. Die Räder werden vom E-Motor und/oder vom Verbrennungsmotor angetrieben (z.B. Mitsubishi Outlander PHEV, Volvo XC60 PHEV).

Brennstoffzellenfahrzeug (FCEV)

FCEV (auch FCHEV) sind Fahrzeuge mit Elektroantrieb, deren elektrische Energie aus den Energieträgern Ethanol oder Wasserstoff durch eine Brennstoffzelle erzeugt wird und direkt in Elektromotoren in Bewegung umgewandelt oder in einer Traktionsbatterie zwischengespeichert wird (z.B. Hyundai ix35).