07.06.2018

Warum Unternehmen jetzt handeln müssen
SDGs: Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft

Im September 2015 haben die Vereinten Nationen die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Um die Ziele dieser Resolution zu erreichen, müssen alle Länder dieser Erde an einem Strang ziehen.
Berge und Umwelt in Österreich

Das Neue an der Agenda 2030 ist ihr ganzheitlicher Ansatz: Wirtschaft, Soziales und Ökologie werden gleichrangig behandelt. Alle 193 Mitgliedsstaaten haben sich verpflichtet, die 17 Ziele, die Sustainable Development Goals (SDGs) umzusetzen. Dazu wollen die Mitgliedsstaaten auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene hinarbeiten – auch Österreich.

Klimaschutz ist dringendstes Ziel

Eines der wichtigsten Ziele der Agenda ist der Klimaschutz. So verlangt Punkt 13 der SDGs „umgehende Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen“. Die Ausgangslage erscheint dramatisch: 2013 lag der durch die Menschheit verursachte Ausstoß an Treibhausgasen bei 32,2 Mio. Tonnen CO2 – die Ökosysteme der Erde können aber maximal 14 Mio. Tonnen pro Jahr aufnehmen. Und der Ausstoß wächst weiter, weil auch das ökonomische Wachstum und der materielle Wohlstand rund um die Welt steigen.

Die Folgen sind schon jetzt zu beobachten: Wetterextreme und Dürreperioden nehmen zu, der Anstieg des Meeresspiegels macht den ersten Inselstaaten zu schaffen. Wissenschaftler halten einen maximalen Anstieg der durchschnittlichen Temperaturen von 2 Grad für die maximale Größe, bei der die Veränderungen noch halbwegs beherrschbar bleiben, ein Wert, der aber nur durch eine deutliche Reduktion der Emission von Treibhausgasen erreicht werden kann.

Unterstützung durch die Regierung

Österreich, das mit 7,86 Tonnen CO2  pro Kopf deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von 4,52 Tonnen liegt, steht im Angesicht dieser Zahlen vor der Aufgabe, bis 2050 fast vollständig aus den fossilen Brennstoffen auf Kohlenstoffbasis auszusteigen. Die gute Nachricht: Die entsprechenden Technologien und Konzepte sind bereits vorhanden. Sie müssen nur noch konsequent eingesetzt werden.

Dafür soll ein Ministerbeschluss vom Januar 2016 sorgen, der alle Bundesministerien zur Umsetzung der Agenda 2030 verpflichtet. Die Arbeitsgruppe „Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ veröffentlichte 2017 unter Vorsitz des Bundeskanzleramtes einen ersten Bericht über implementierte Maßnahmen. Seit 2005 ist in Österreich der Anteil erneu­erbarer Energien am Bruttoendenergiever­brauch von 23,9 % auf 32,8 % im Jahr 2015 konstant gestiegen.

Die Regierung zeigt sich optimistisch, dass dieser Wert auf 34 % bis 2020 gesteigert und damit der österreichische Zielwert erreicht werden kann. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) unterstützt diese Bemühungen unter anderem mit dem Programm „Unternehmen Energiewende“.

Unternehmen sind gefordert

Doch die Ziele werden nicht, ohne Unternehmen zu erreichen sein. Das Ministerium ruft deshalb die österreichische Wirtschaft explizit auf, sich aktiv an der Energie­wende hin zu erneuerbaren Energieträgern, also weniger CO2-Ausstoß sowie mehr Energieeffizienz zu beteiligen. Unterstützt wird dies unter anderem durch die Klimaschutzinitiative »klimaaktiv«, die Umweltförderung im Inland, dem Klima- und Energiefonds der Österreichischen Bundesregierung und »Limane Austria«, einer Plattform zur freiwilligen Kompensation von CO2-Emissionen.

Der Autoverkehr gilt als einer der Hauptverursacher der Treibhausgase. Die Regierung setzt deshalb vor allem auch auf den Ausbau der Elektromobilität und sucht sich dazu Partner in der österreichischen Wirtschaft, wie etwa ASFINAG, ÖBB oder auch die OMV.

Ladeinfrastruktur ist das Um und Auf

Die OMV ist 40 prozentiger Teilhaber von SMATRICS und damit mit am Aufbau des flächendeckenden Hochleistungs-Ladenetzes in Österreich beteiligt, das mittlerweile aus mehr als 435 Ladepunkten besteht. Alle SMATRICS Ladepunkte werden zu 100 Prozent mit Ökostrom von Verbund gespeist und tragen damit effektiv zur Klimagas-Reduktion bei.

OMV ist auch strategischer Partner von IONITY, die sich zum Ziel gemacht hat, ein Ultra-Schnellladenetz in Europa aufzubauen. An dem Gemeinschaftsunternehmen ist unter anderem auch die BMW AG beteiligt, neben Daimler AG, Ford Motor Company und dem Volkswagen-Konzern. BMW gilt als ein Vorreiter in Sachen Elektromobilität. So haben die Bayern bereits im Jahr 2014 einen Elektro-Scooter auf den Markt gebracht, der eine Leistung von 48 PS und Reichweite von 160 km mitbringt. Damit ist es das ideale Fahrzeug um vom Stadtrand in die Innenstadt zu pendeln. Es erzeugt keine Abgase und braucht zudem kaum Parkraum.

Für den Erfolg der Elektromobilität sieht BMW die Verfügbarkeit von Ladestationen als entscheidenden Faktor. Kunden, so glauben die Bayern, wechseln nur dann zu Elektrofahrzeugen, wenn sie auch eine ausreichende Ladeinfrastruktur vorfinden. Um diese zu fördern ist der Autobauer beispielsweise mit der Stadt Hamburg eine strategische Partnerschaft eingegangen. Die Stadt Hamburg hat sich verpflichtet, die öffentliche Ladestruktur massiv auszubauen und Parkplätze für Carsharing-Fahrzeuge und Elektrofahrzeuge zu privilegieren.

Fazit

Durch die Sustainable Development Goals werden sämtliche 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen gefordert ihre Zukunft auf erneuerbare Energien zu setzen. Die Regierung unterstützt diese Vorhaben und hilft Unternehmen außerdem im Zuge der Energiewende auf Elektromobilität umzusteigen. Vorreiter wie BMW, zeigen bereits was möglich ist und wie wichtig eine vernetzte Ladeinfrastruktur ist, um Kunden von den grünen Fahrzeugen zu überzeugen.

 

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