15.05.2019

Richtige Ladeinfrastruktur - erfolgreicher Umstieg auf Elektromobilität

In diesem praktischen Leitfaden erfahren Sie, wie Sie Elektromobilität in Ihr Unternehmen erfolgreich implementieren und die richtige Ladeinfrastruktur aufbauen und betreiben können.
Kfz werden an Ladestation aufgeladen

Wenn der Umstieg auf Elektromobilität gelingen soll, muss auch die Ladeinfrastruktur richtig gewählt werden. Für Unternehmen gilt dabei: Nur eine intelligente Ladeinfrastruktur ist eine gute Ladeinfrastruktur. Bei der Zusammenstellung und Errichtung hilft ein erfahrener Ladenetzbetreiber wie SMATRICS. Er übernimmt auf Wunsch auch das gesamte Management der Ladeinfrastruktur – vom Reporting über die Abrechnung bis hin zur Vermarktung für die öffentliche Nutzung. Ein Service, den man etwa bei der REWE International AG nicht mehr missen möchte.

1. Implementation Ladeinfrastruktur: INTELLIGENTE HARDWARE IST DIE BASIS

E-Autos sind anders: Sie brauchen keine Tankstellen, sondern Ladestationen. Die einfachste Variante wäre dabei eine normale Schuko-Steckdose, doch die taugt nur zur Notladung: Die Leistung, die die Elektrofahrzeuge ihr abfordern, überfordert sie auf Dauer, es droht Brandgefahr. Für den sicheren Betrieb braucht man zumindest eine passive Wallbox, wie etwa die KEBA P30 Basic Box. Sie ermöglicht es, das E-Auto neun Mal schneller zu laden als an einer normalen Steckdose und verhindert zudem, dass das Stromnetz, an das sie angeschlossen ist, überlastet wird. Der Nachteil: Solche passiven Systeme erstellen keine Aufzeichnungen über die Ladevorgänge, sie können nicht feststellen, wer die Ladestation gerade benutzt und ob der Nutzer dazu überhaupt befugt ist. Sie sind deswegen in der Regel auch nur im privaten Einsatz sinnvoll.

Mann benutzt Ladestation

UNTERNEHMEN BRAUCHT INTELLIGENTE Ladeinfrastruktur

In Unternehmen nutzen immer mehr Fahrzeuge inteligente Boxen. Es ist deshalb wünschenswert, dass über die Ladevorgänge Buch geführt wird.

So können beispielsweise in größeren Betrieben die Ladevorgänge bestimmten Kostenstellen zugeordnet werden. Steht die Ladestation auf öffentlichem oder halböffentlichem Grund, dann braucht man zusätzlich einen Zugangsschutz, der nur berechtigten Personen den Zugriff auf die Ladeinfrastruktur erlaubt. Zur Identifizierung bieten sich hier zwei Systeme an: eine Karte mit RFID-Technik oder eine Handy-App. Eine Box, die alle diese Funktionen mitbringt, ist die KEBA 30 Professional Box. Sie hat zusätzlich zum RFID-Kartenleser eine Mobilfunkanbindung für Fernwartung und Abrechnung. In Kombination mit dem SMATRICS Partner Service können Unternehmen an jeder Ladung mitverdienen und die Investition in die Ladeinfrastruktur amortisiert sich. Die Box bietet Ladeleistungen von 3,7 bis 22 KW, ein fixes Kabel für noch bequemeres Laden gibt es auf Wunsch dazu. Wie die Basic-Box ist auch die Professional sowohl für die Wandmontage wie auch zur Montage auf einem Standfuß geeignet.

Noch mehr Möglichkeiten bietet die Amtron Professional Box. Auch sie bietet eine Ladeleistung bis 22 kW, RFID-Identifizierung und ist wie alle vorgestellten Boxen nach IP54 staub- und spritzwassergeschützt. Sie hat aber zusätzlich einen WLAN-Anschluss über den der Ladevorgang gesteuert werden kann. Mit Hilfe des e-Mobility Gateway von SMATRICS kann die Box zur öffentlichen Nutzung freigegeben werden.

Ladestation an Wand

WER SCHNELL LADEN WILL, BRAUCHT GLEICHSTROM

Die Auswahl der Ladeinfrastruktur hängt nicht nur von den intelligenten Funktionen der Box ab, sondern auch von der Art und Anzahl der gewählten E-Autos und deren Nutzungsprofil. Nicht jede Hardware ist für jedes Fahrzeug geeignet.

Ausschlaggebend ist hier vor allem der sogenannte OnBoard-Charger, das im Fahrzeug verbaute Ladegerät. Je nach Typ kann das Fahrzeug so mit einer Leistung zwischen 3,7 und 120 kW geladen werden. Das Laden mit Wechselstrom beherrschen alle aktuellen Elektrofahrzeuge, die Ladeleistung ist aber bis auf eine Ausnahme (Stand Jänner 2018), nämlich den Renault Zoe R90, auf maximal 22 kW beschränkt. Das ist für Fahrzeuge, die über Nacht auf dem Betriebshof geladen werden können und die tagsüber unterwegs sind meist kein Problem. Sind die Standzeiten der Fahrzeuge aber nur kurz, dann benötigt man Gleichstrom-Ladepunkte für höhere Ladeströme.

Für diesen Anwendungsfall ist die Keywatt Professional Box mit 24 kW Ladeleistung die richtige Wahl. Sie ist besonders für Unternehmen empfehlenswert, deren Fahrzeugflotte schnell einsatzbereit sein muss. Die Box bietet als Anschluss wahlweise einen CCS oder CHAdeMO Stecker und kann über ein GSM-Mobilfunk-Modul angesprochen werden, das Ladedaten zur Weiterverarbeitung übertragen kann. So ist die Ladeinfrastruktur auf die Bedürfnisse jedes Unternehmens individuell anpassbar.

Techniker schließt Kabel an Ladestation an

Ladeinfrastruktur FÜR UNTERWEGS

Aber nicht nur für das Firmengelände, sondern auch für unterwegs gibt es Ladeinfrastruktur mit dem richtigen Equipment. Beispielsweise die Mobile Unit von SMATRICS. Das intelligente Ladekabel wird in einer Basic- und einer Professional Variante angeboten. Der Unterschied: Die Professional hat zusätzlich ein Bluetooth- Modul eingebaut und kann dadurch mit Smartphones kommunizieren.

Die beiden Ladekabel sind sozusagen Wallboxen für unterwegs, die aus jedem Stromanschluss die optimale Ladeleistung herausholen. Mit ihnen lassen sich E-Autos an jeder Standard-Steckdose laden. Noch schneller, nämlich in weniger als zwei Stunden, geht es an herkömmlichen 3-Phasen-Starkstromdosen. Ob auf der Baustelle, in der Garage oder am Parkplatz vor dem Hotel: Die Mobile Unit ermöglicht ein schnelles und sicheres Laden von E-Fahrzeugen an jeder CEE Starkstromsteckdose. Die intelligenten Ladekabel haben eine integrierte Kontrollbox (ICCB), einen Fehlerstromschutzmechanismus (AC+DC) und eine Schutzeinrichtung entsprechend IEC 62752. 

FAZIT

Beim Umstieg auf Elektromobilität muss auch die Ladeinfrastruktur geplant werden. Art und Umfang der Hardware hängen dabei eng mit Typ, Anzahl und Nutzung der anzuschaffenden E-Autos zusammen. Unternehmen sollten in jedem Fall auf eine intelligente Ladeinfrastruktur zurückgreifen, wenn es sich um eine sinnvolle, langfristige Entscheidung für die Elektromobilität handelt.


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DER BETRIEB – EIN FALL FÜR DIE EXPERTEN

Für die Planung der E-Auto Ladeinfrastruktur ist es nicht nur essentiell, die richtige Hardware zu wählen, sondern auch die zukünftigen Standorte der Ladestationen genau zu bedenken. Die Auswahl der Standpunkte sollte Hand in Hand mit dem Facility Management gehen. Es müssen eine ganze Reihe von Fragen geklärt werden: Sind bereits Leitungen vorhanden und wenn ja, welche Leistung steht zur Verfügung? Besteht die Möglichkeit auch Photovoltaik-Technik zu integrieren und den daraus gewonnenen Grünstrom bei der Ladeinfrastruktur direkt weiterzuverwenden? Können die Ladestationen an der Wand montiert werden oder wird ein Standfuß benötigt? Je nach Nutzungsprofil der Fahrzeuge genügt es nicht, die Ladestationen nur in der Firmenzentrale zu bauen. Filialen müssen ebenfalls in die Planung einbezogen werden. Genauso wie die Mitarbeiter, die ihre Dienstfahrzeuge zu Hause laden müssen. Es ist äußerst wichtig, den Betrieb und Aufbau der Ladeinfrastruktur von A bis Z durchzudenken.

2. LADENETZBETREIBER MACHEN DAS LEBEN EINFACHER

Natürlich können Unternehmen solche Ladestationen auch selbst betreiben. Es empfiehlt sich aber trotzdem, hierfür auf einen erfahrenen Ladenetzbetreiber wie SMATRICS zurückzugreifen. Der hilft bereits bei der Planung, beispielsweise mit dem Installations-Check. Dabei überprüft ein SMATRICS Fachmann die Gegebenheiten vor Ort und sorgt dafür, dass die gegenwärtige Elektroinstallation optimal genutzt wird. Er erstellt einen Kostenvoranschlag für die Installation und führt diese auf Wunsch auch aus, damit die Elektromobilität langfristig erfolgreich integriert werden kann.

HILFE BEI PROBLEMEN

Ladenetzbetreiber sind aber nicht nur hilfreich bei der Planung und Inbetriebnahme der firmeneigenen Ladeinfrastruktur, sondern können auch im Störungsfall helfend eingreifen. Der Service-Stand der Ladestation wird rund um die Uhr überwacht, Fehler können per Fernwartung behoben werden. Ist dies ausnahmsweise nicht möglich, können auch Ansprechpartner im Unternehmen, wie etwa das Facility Management, über die Störung der Ladeinfrastruktur informiert werden. Für die Nutzer steht zudem eine Hotline rund um die Uhr zur Verfügung, die etwa bei einem Bedienfehler auch einen Remote-Start des Ladevorganges einleiten kann.

LADELEISTUNG FEIN AUSBALANCIERT

Und weil die Ladestationen untereinander kommunizieren, lässt sich mit ihnen auch ein Lastmanagement realisieren. Das heißt: Laden mehrere Fahrzeuge an der firmeneigenen Ladeinfrastruktur, dann wird die durch den Netzbetreiber zur Verfügung gestellte Ladeleistung auf alle Fahrzeuge gleichmäßig verteilt und eine Überlastung verhindert. Die Netzanschlusskosten bleiben so auf ein Minimum beschränkt. So kann Elektromobilität effizient an Ihrem Unternehmensstandort genutzt werden.

Person benutzt Ladestation mit RFID-Karte

OFFEN FÜR ALLE – FALLS GEWÜNSCHT

Der Betrieb durch einen Ladenetzbetreiber wie SMATRICS eröffnet noch weitere attraktive Möglichkeiten, etwa die Option die Ladeinfrastruktur öffentlich zu betreiben und zugänglich zu machen. Der Betreiber der Ladestationen ist dabei völlig frei in seiner Entscheidung, wem er es erlauben möchte an seinen Stationen zu laden. Möglich macht dies ein Zugangsschutz über RFID-Karten, die wie eine kontaktlose Bankomat-Karte funktionieren. Alternativ kann der automatisierte Zugang auch über eine Handy-App erfolgen.

SCHAU MAL, WER DA LÄDT

Dabei kann das Unternehmen beispielsweise auch entscheiden, welche Daten es vom Nutzer haben möchte. Auf Wunsch können nur registrierte Nutzer an der eigenen Ladeinfrastruktur laden. Das Unternehmen kann so wertvolle Daten für Marketingzwecke erheben. Eine solche Registrierung ist jederzeit online per PC oder am Smartphone möglich. Umgekehrt kann sich das Unternehmen auch entscheiden, die Station jedermann anonym zur Verfügung zu stellen.

AUTOMATISCHE ABRECHNUNG INKLUSIVE

Natürlich kann der Betreiber der Ladeinfrastruktur es seinen Gästen erlauben gratis zu laden. Will man aber seinen Strom nicht verschenken, dann bietet ein Abrechnungsservice die optimale Möglichkeit zu einer schnelleren Amortisation der Investitionen. Je nach Nutzer können dabei ganz unterschiedliche, frei definierbare Tarife zur Anwendung kommen. So können etwa interne und öffentliche Tarife miteinander verschnitten werden. Die Gäste zahlen per Kreditkarte oder Rechnung, der Ladenetzbetreiber übernimmt die Vermarktung und auf Wunsch auch die Abrechnung. Sie können entscheiden, welche Nutzer zu welchen Tarifen an Ihrer Ladeinfrastruktur laden.

FAZIT

Wer als Unternehmen möglichst wenig Probleme mit seiner Ladeinfrastruktur haben möchte, der sollte einen Ladenetzbetreiber wie SMATRICS hinzuziehen. Er hilft bereits bei der Planung und später auch beim störungsfreien Betrieb. Dabei bleibt das Unternehmen völlig frei in der Entscheidung, wer die eigene Ladeinfrastruktur in welcher Form nutzen darf und was er dafür zu zahlen hat.


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3. NUTZERMANAGEMENT LEICHT GEMACHT

Das Nutzermanagement durch einen Ladenetzbetreiber wie SMATRICS ist bequem und eröffnet viele Möglichkeiten, beispielsweise auch das automatische Reporting. Intelligente Ladeinfrastruktur erkennt anhand von Berechtigungskarten oder Smartphone- Phone-Apps den Nutzer und protokolliert wer wann wieviel Leistung bezogen hat. Dadurch ist etwa die automatische Zuordnung zu Kostenstellen möglich. Zudem lassen sich verschiedene Nutzergruppen erstellen und ihnen unterschiedliche Tarife zuordnen. In Zukunft sollen noch nicht mal mehr ID-Cards oder Apps notwendig zur Identifizierung sein. Beim sogenannten Plug & Charge, erkennt die Ladestation automatisch beim Einstecken des Steckers die Identität des Nutzers, wählt den vereinbarten Tarif und rechnet am Ende auch ab. Eine gesonderte Autorisierung ist nicht mehr notwendig. Das erste Serienfahrzeug mit dieser Technik, ein Smart, hat übrigens gerade Daimler in Zusammenarbeit mit Hubject vorgestellt.

FLEXIBLE TARIFIERUNG DER gesamten LADEINFRASTRUKTUR

Auch wenn der Ladenetzbetreiber das Nutzermanagement übernimmt – der Betreiber der Station behält die volle Hoheit über die Tarife und bestimmt, wie und was abgerechnet wird. Möglich sind beispielsweise nicht nur zeit- sondern auch leistungsbezogene Tarife.

Die Tarife sind nicht an die Ladepunkte gebunden, sondern an den entsprechenden Nutzer. So ist es etwa möglich, dass das Laden eines Dienstwagens nur ein Reporting auslöst, gehört das Fahrzeug hingegen einer verbundenen Organisation an, so kann der bezogene Strom nach einem frei wählbaren Tarif verrechnet werden. Genauso ist es möglich, dem Dienstnehmer das Laden des privaten Fahrzeugs zu einem speziellen Tarif zu verrechnen oder auch die Ladestelle für die Öffentlichkeit frei zu geben. Sie wird dann in das Netz des Ladenetzbetreibers eingebunden. Diese Kunden laden dann zu den Tarifen, die sie mit dem Ladenetzbetreiber vereinbart haben. Der Ladenetzbetreiber übernimmt dabei alle Abrechnungen und vergütet dem Betreiber der Ladestation am Ende des Monats den bezogenen Strom.

GELD VERDIENEN MIT ÖFFENTLICHEN LADESTATIONEN

Eine solche öffentliche Ladestation ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Fahrzeugflotte tagsüber meist unterwegs ist und die entsprechende Ladeinfrastruktur "verwaist" ist. Dann können die Erträge durch fremde Fahrzeuge dazu beitragen, dass sich die Anlage schneller amortisiert. Das funktioniert natürlich nur, wenn die Ladeinfrastruktur an einem öffentlich zugänglichen Ort aufgestellt wird, etwa in einer öffentlichen Parkgarage. Will man diese Option nutzen, dann sollte man die Bedingungen dazu schon bei der Errichtung der Ladesäulen berücksichtigen.

WHITE LABEL MARKETING FÜR DIE LADESTATION

Einmal errichtet, übernimmt der Ladenetzbetreiber auch die Vermarktung der öffentlichen Ladestelle. Auf Wunsch kann die Ladelösung auch im Namen des Unternehmens betrieben werden, bis hin zum eigenen Ladenetz inklusive Branding von Stationen, Ladekarten, Nutzer-Portalen und der Web-App. Das gesamte Erscheinungsbild Ihres Unternehmens, von der Ladeinfrastruktur und eigenen Web-App bis zum Kommunikationsmaterial, kann in Ihrem Corporate Design erfolgen. So können Sie als innovativer Dienstleister in der jungen Elektromobilitätsbranche bei Ihren Kunden punkten, das grüne Image aufwerten und die Kundenbindung stärken.

Familie in Garage, Mann lädt Auto an Ladestation

MITARBEITER RECHNEN AUTOMATISCH AB

Für die Mitarbeiter ist die private Nutzung der Ladeinfrastruktur extrem einfach. Sie unterschreiben einmal eine Vereinbarung und ihre ID-Karte wird entsprechend den gewählten Konditionen freigeschaltet. Vorteil für das Unternehmen: Vertragspartner für den Mitarbeiter ist der Ladenetzbetreiber, das Unternehmen als Betreiber der Ladesäulen hat mit der Abrechnung nichts zu tun. Wie bei Ladevorgängen durch Fremdfahrzeuge bekommt auch hier das Unternehmen einmal im Monat das Geld für die bezogene Leistung refundiert. Umgekehrt können Dienstwagen auch zu Hause beim Dienstnehmer geladen werden. Auch hier erfolgt die Verrechnung automatisch. Der Dienstnehmer bekommt die Stromkosten am Ende des Monats zurückerstattet.

STROM TANKEN AUCH IN ANDEREN NETZEN

Auf Wunsch ist es auch möglich den Dienstwagen in anderen Netzen „aufzutanken“. Die Ladenetzbetreiber bieten dazu eine Art Roaming an, wie man es vom Mobilfunk her kennt. Die Mitarbeiter können mit ihrer SMATRICS-Kundenkarte Netze und Ladeinfrastruktur von SMATRICS-Partnern nutzen, die Abrechnung erfolgt wie immer über die SMATRICS-Karte.

Derzeit stehen diese Partnernetze zur Verfügung.

Mann bedient Smatrics Stationsportal-Website

NUTZERDATEN FLIESSEN IN EIN WEB-PORTAL

Auch für das Unternehmen und den Fuhrparkmanager bleibt der Verwaltungsaufwand gering. In einem Nutzermanagement-Portal finden sich alle Informationen wie

  • Kundendaten
  • Nutzerstatistiken
  • Lade-Reportings oder
  • Kostenübersichten.

Sämtliche Daten lassen sich online verwalten und abrufen und dann weiter verarbeiten. Über dieses Portal lässt sich die Ladeinfrastruktur auch steuern, um beispielsweise die Station manuell frei zu geben.

HILFE RUND UM DIE UHR

Die Ladesäulen werden fernüberwacht und können per Fernwartung entstört werden. Bei gröberen Problemen wird ein vorher definierter Ansprechpartner informiert, der das Problem vor Ort lösen kann. Nutzer der Ladesäulen können sich zudem an eine 24/7-Hotline wenden, etwa wenn es Probleme während des Ladevorgangs geben sollte.

FAZIT

Ladenetzbetreiber wie SMATRICS stellen ein Rund-um-Sorglos-Paket zur Verfügung, das den Verwaltungsaufwand für Unternehmen und vor allem auch für den Fuhrparkmanager minimiert. Dabei können sich die Unternehmen ihr Leistungspaket nach dem Baukastenprinzip ganz nach den eigenen Bedürfnissen und Wünschen zusammenstellen. Für jede Firma gibt es hier eine individuelle Lösung.

4. DER UMSTIEG AUF ELEKTROMOBILITÄT

Der Umstieg auf Elektromobilität gelingt nicht von heute auf morgen. E-Autos stellen an den Fuhrparkmanager andere Anforderungen, als solche mit Verbrennungsmotoren. Ein Unternehmen, das sich schon frühzeitig mit E-Autos und Ladeinfrastruktur beschäftigt hat, ist REWE International AG. Wir führten mit Evelyn Ozinger, zuständig bei REWE für Elektromobilität und Nachhaltigkeit ein Gespräch darüber, welche Hürden REWE nehmen musste und warum weiter an der Strategie festgehalten wird.

Mann lädt Auto an Ladestation vor BILLA Supermarkt

SCHRITT FÜR SCHRITT IN DIE ELEKTROMOBILITÄT

Das Unternehmen REWE, unter dessen Dachmarken wie BILLA, MERKUR, ADEG und PENNY firmieren, begann bereits im Jahr 2009 Ladeinfrastruktur für Elektroautos seiner Kunden zu errichten. Die ersten Geschäfte, die mit Ladeinfrastruktur ausgerüstet wurden, waren MERKUR-Märkte in Kärnten, Wien und Graz, sowie BILLA-Filialen in Deutsch Wagram und Perchtoldsdorf.

„Das passte gut zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Um auch unsere Kundinnen und Kunden zu motivieren, konnte man an unseren Ladesäulen kostenlos Strom tanken, und zwar 100 % Grünstrom.“ erzählt Evelyn Ozinger, zuständig bei REWE für E-Mobilität und Nachhaltigkeit.

Ein Jahr später schaffte die REWE International AG auch eigene E-Autos an, genauer gesagt drei Think City. Sie waren als Stadtflitzer mit Platz für zwei Passagiere konzipiert und besaßen eine (theoretische) Reichweite von 160 km. Einen dieser Think City stellte REWE den Kunden von MERKUR für Probefahrten zur Verfügung. Das Ziel war schon damals: Der Elektromobilität auf die Beine zu helfen.

Schon bald war klar, dass die Akzeptanz der Kunden hinsichtlich Elektromobilität noch sehr zurückhaltend war. Mit diesen Autos wurden erste Erfahrungen gesammelt und alle „Kinderkrankheiten“ miterlebt, wie etwa: Verzicht auf Radio und Heizung im Winter, um nicht zu viel an Reichweite zu verlieren. Auch beim Laden und der dementsprechenden Ladeinfrastruktur gab es viel zu lernen.

Das änderte sich erst im Jahr 2012. Um die Weiterentwicklung zu unterstützen, nahm die REWE International AG an EMPORA teil. REWE stellte dabei die Filialparkplätze zur Verfügung. Der Energieversorger Verbund errichtete die Ladestationen. Nach Abschluss des Demonstrationsprojektes übernahm die neugegründete SMATRICS, damals eine Tochter von Verbund und Siemens, die Betreuung der Ladeinfrastruktur.

„Seither haben wir zusammen mit SMATRICS bei unseren Filialen 142 Ladepunkte an 49 Standorten von BILLA, MERKUR und PENNY errichtet.“

OHNE ÜBERZEUGUNGSARBEIT GEHT NICHTS

Im Zuge der Professionalisierung des Angebotes zahlen die Kunden jetzt den üblichen SMATRICS Tarif. „Das führt schon gelegentlich zu Unmut. Und natürlich landen die unzufriedenen Kunden alle bei mir“, lacht Ozinger. Dann erklärt sie diesen, dass Service halt auch etwas kostet. Gibt es doch eine Hotline, die sieben Tage die Woche, rund um die Uhr erreichbar ist. Und dank digitaler Fernwartung ist die Ladeinfrastruktur vor Ort zudem stets einsatzbereit.

Mittlerweile hat die REWE International AG bereits 33 E-Autos im Betrieb, davon 23 Dienstwagen und zehn Pool-Autos, letztere bewegen sich im Wesentlichen auf dem großen Gelände der Zentrale.

„Diese Fahrzeuge werden in Bereichen wie der Sicherheit, IT und dem Qualitätsmanagement genutzt. Früher waren das Dieselfahrzeuge. Diese für ein paar 100 Meter Fahrt zu starten ist sehr umweltschädlich, da diese Autos gerade auf den ersten Metern sehr viel CO2 und Stickoxide ausstoßen. Die Elektrofahrzeuge stellen hier hingegen eine ökologisch hervorragende Lösung dar.“

Das hat auch den Fuhrparkmanager überzeugt, der den Elektrofahrzeugen zunächst wegen ihrer geringen Reichweite eher kritisch gegenüberstand. „Aber das hat sich um 180 Grad gedreht“, weiß Ozinger zu berichten.

Wie in der Bevölkerung, muss auch bei den Mitarbeitern noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden. Noch überwiegt die Skepsis bei vielen Kollegen. Diese begegnen den E-Autos oft anfänglich mit gemischten Gefühlen.

FINANZIELLE ANREIZE FÜR MITARBEITER

Die REWE International AG setzt finanzielle Anreize, um die Mitarbeiter zum Umstieg auf Elektromobilität zu animieren.

„Wir haben die E-Autos seit einigen Jahren in unserer Dienstwagen-Richtlinie. Und da steht auch drin, dass Mitarbeiter mit Dienstwagen eine monatliche Pauschale für die Abgeltung allfälliger Kosten wie Wallbox oder privates Laden bekommen – und das sogar 14 Mal im Jahr. Das ist dann zusätzlich mit dem vom Gesetzgeber auf null gesetzten Sachbezug ein wirklich starkes Argument für den Umstieg.“

Dass sich trotzdem nicht mehr Mitarbeiter für ein E-Auto entscheiden, liegt vor allem an der Reichweitenproblematik. Vor allem die Vertriebs- und Außendienstmitarbeiter müssen weitere Strecken fahren. Ein Elektroauto kommt auf der Landstraße weiter, als auf der Autobahn, denn bei hohem Tempo sinkt die Reichweite sehr schnell.

“Weil die Dienstautos auch für Urlaubsfahrten genutzt werden dürfen, fürchten manchen Mitarbeiter auch hier Nachteile.“

Da sich die Reichweite der Fahrzeuge stetig verbessert, die Ladenetze immer enger geknüpft werden, kann man diesbezüglich für die Zukunft optimistisch sein. Trotzdem rät Ozinger: „Bevor ein Unternehmen Elektromobilität ausrollt, ist die Ersatzmobilität zu überlegen - etwa für längere Dienstfahrten oder den Urlaub der Mitarbeiter.“

MITARBEITER INS BOOT HOLEN

Manche Unternehmen, die Mitarbeitern Elektromobilität anbieten, vergessen dabei, die Betroffenen selbst mit ins Boot zu holen.

„Es ist wichtig, dass man vor der Entscheidung mit dem Mitarbeiter alle Details bespricht“, weiß Ozinger. Dazu gehört auch, dass man abklärt, ob der Mitarbeiter überhaupt die Möglichkeit hat, das Fahrzeug zu Hause zu laden. Denn es kann nicht immer garantiert werden, dass er das E-Auto in der Firma „auftanken“ kann, etwa wenn alle Ladestationen besetzt sind.

Bei der Bestellung der Fahrzeuge gibt es zudem die eine oder andere Klippe zu umschiffen. „Bei manchen Herstellern muss man die CCS-Ladebuchse extra bestellen. Es ist auch sinnvoll, eine zusätzliche Wärmepumpe für die Wagenheizung mitzubestellen, damit die Heizung sich weniger negativ auf die Reichweite auswirkt. Das haben wir auch erstmal lernen müssen.“

FAZIT: DER WEG "Elektromobilität" WIRD FORTGESETZT

Ökologische wie wirtschaftliche Gründe motivieren REWE International AG den Weg der Elektromobilität weiterzugehen. „Wir haben schon acht weitere Fahrzeuge bestellt und passen unsere Ladeinfrastruktur weiter an. Wir bemerken auch, dass das Interesse steigt. Wir evaluieren gerade den weiteren Bedarf. Wir bleiben jedenfalls dran, denn Elektromobilität bringt allen etwas“ ist Ozinger überzeugt.


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