03.10.2018

Kein IG-L Tempolimit für Elektroautos

Österreichs Regierung will weitere Maßnahmen setzen, um Elektromobilität im Land weiter auszubauen und zu stärken. Ab 2019 sollen daher Elektroautos vom IG-L (Imissionsschutzgesetzt Luft) ausgenommen werden. Außerdem sollen Elektroauto-Fahrer künftig in Wien gratis parken und die Busspur nutzen dürfen.
IG-L Tempolimit
(c) meinbezirk.at

Freie Fahrt für Elektroautos

Seit Veröffentlichung des Regierungsprogrammes ist klar: Elektromobilität ist endlich in Österreichs Regierung angekommen. Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger will nun mehr Vorteile für Elektroautos schaffen, um den Anreinz für diese weiter zu erhöhen und den Anteil von E-Autos in Österreich deutchlich zu steigern. Als erstes sollen E-Auto-Fahrer vom IG-Luft 100er und 80er befreit werden. 

Die Ziele des Pariser Klimaabkommens sowie die strengen Klimaziele 2030 der EU fordern eine Mobilitätswende. Die Reduktion der Treibhausgasemissionen im Verkehrsbereich steht im Fokus der Bunesregierung, welche deshalb das Thema Elektromobilität forciert. 

Volle Fahrt voraus: kein IGL-Hunderter für E-Autos

Elektroautos mit grünen Kennzeichen sollen ab 2019 von der Geschwindigkeitsbegrenzung gemäß IG-L ausgenommen werden. Dafür will Ministerin Köstinger die gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen, damit die Länder, die für Maßnahmen gemäß IG-Luft zuständig sind, die Möglichkeit haben, diese Ausnahmen umzusetzen. Aktuell bedeutet dies auf rund 440 km Strecke in Österreich freie Fahrt für Elektroautos. 

Die Ausnahme für E-Fahrzeuge beim IG-L-Hunderter ist ein Vorteil, den wir Besitzern von E-Fahrzeugen gegenüber Verbrennungsmotoren geben wollen. Künftig kann man mit einem Elektrofahrzeug in einer IG-L-Hunderter-Zone auch 130 km/h fahren. Das betrifft Strecken von insgesamt 440 Kilometer Länge“, sagt Köstinger. 

E-Autos dürfen Busspuren nutzen

Die Straßenverkehrsordnung soll künftig angepasst werden, um Anreize für E-Auto zu schaffen. So sollten Elektroautos künftig auch Busspuren nutzen können. 

"Auch in den Städten wollen wir E-mobile Menschen belohnen, indem sie schneller vorankommen. Daher arbeiten wir auch an der Schaffung einer Möglichkeit zur Mitbenützung von Busspuren für Elektrofahrzeuge", so Bundesminister Norbert Hofer.

Gratis Parken für E-Autos

In einigen Gemeinden dürfen E-Autos bereits gratis parken. Künftig sollten Länder, Städte und Gemeinden vermehrt Anreize und Vorteile für Elektroautos schaffen - wie Gratisparken. 

"Der Bund leistet mit dem E-Mobilitätspaket einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der E-Mobilität. Einen ähnlich wichtigen Beitrag erwarten und erhoffen wir uns von Ländern, Städten und Gemeinden. Sie sollen E-Fahrzeuge von der Parkraumbewirtschaftung ausnehmen. Das setzt einen weiteren großen Anreiz, um den Umstieg auf E-Fahrzeuge attraktiver zu gestalten", stellen Köstinger und Hofer abschließend fest.

 

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