08.06.2016

Fahrbericht von Hans Görig
München–Bratislava mit dem E-Auto: Ein Zeitvergleich

Die beiden Verbund-Mitarbeiter Hans Görig und Florian Seidl stellten sich vor Kurzem der weitverbreiteten Frage: Schafft ein Elektroauto die gleiche Strecke in derselben Zeit wie ein herkömmlicher fossil betriebener Pkw? In einem kurzen Bericht erzählen die beiden E-Mobilisten von ihrer Testfahrt von München nach Bratislava und dem grenzenlosen e-mobilen Fahrspaß.
Tesla Model S
Geht kompromisslos gegen Umweltverschmutzung vor. Hans Görig beim Laden seines Tesla Model S Fahrzeuges

Das Duell: E-Auto gegen „Verbrenner“, die Strecke: München–Bratislava. Die Frage: Schafft es der Elektro-Wagen in derselben Zeit wie ein fossil betriebener Pkw? Und das mit Null Emissionen, da wir bei unserer Testfahrt ausschließlich an SMATRICS Ladestationen laden, mit zertifizierten Strom aus 100% österreichischer Wasserkraft.

Die Strecke

Für unseren Zeitvergleich wählen wir folgende Route: Autobahn München–Salzburg (A8, A1); Wiener Außenringautobahn (A21); Umfahrung von Wien (S1); Flughafenautobahn A4; A6 bis zur Abfahrt Kittsee; Bundesstraßen (50, 9, 61) bis zur Stadtgrenze von Bratislava. Insgesamt galt es also eine Strecke von 512 Kilometern zurückzulegen. Google berechnet für die 512 Kilometer unter Berücksichtigung des Verkehrsaufkommens eine Fahrzeit von 5 Stunden und 7 Minuten. Eine Mittagspause eingerechnet, müsste diese grenzübergreifende Fahrt also in 6 Stunden möglich sein. Nach einem kurzen Check der verfügbaren Ladestationen in der SMATRICS-App fiel der Startschuss für unseren Tesla Model S schließlich um 09:24 Uhr Ortszeit  Autobahnauffahrt München Ost.

Anfangshürden gleich überwunden

Zwischen München und Rosenheim herrschte dichter Verkehr auf der Autobahn, häufig war ein Geschwindigkeit von maximal 80 km/h erlaubt. So konnten wir in der ersten Stunde unserer Fahrt nur knapp 112 Kilometer zurücklegen. Es war also schnell klar: Bei diesem Tempo wäre unser Ziel nicht in der gewünschten Zeit zu erreichen gewesen.

Doch glücklicherweise konnten wir ab dem Knoten Rosenheim dann stärker auf´s Strompedal treten, wohlwissend, dass genügend SMATRICS-Ladestationen in der Nähe zur Verfügung stehen würden. In Österreich waren wir schließlich durchwegs flott unterwegs: 2 Stunden und 21 Minuten nach dem Start in München war die Ausfahrt Sankt Valentin bereits erreicht. Das Durchschnittstempo zwischen Rosenheim und St. Valentin lag somit bei 125 km/h.

Zwischenstation in Sankt Valentin

Die SMATRICS-Ladestation in Sankt Valentin befindet sich direkt gegenüber dem Tesla-Supercharger. Neugierige Tesla-Fahrer, die dort „tankten“, wollten sofort wissen, warum wir nicht auch beim Supercharger laden. Unsere Antwort war kurz und bündig: 0,0g CO2-Emissionen von München bis Bratislava dank Strom aus 100% Wasserkraft. Außerdem ergänzten wir, dass unser Tesla Model S an der SMATRICS High-Speed Ladestation in knapp 1h zu 80% vollgeladen sein wird.

Und während unser Tesla an der SMATRICS-Ladesäule Strom für rund 280 Kilometer Fahrt aufnahm, stärkten wir uns in einem nahe gelegenen Restaurant für die Weiterfahrt. Unsere Mittagspause dauerte somit 1 Stunde und 25 Minuten.

„Wettlauf“ gegen die Zeit

Es blieben uns 2 Stunden und 8 Minuten für die restlichen 232 Kilometer, unsere Skepsis war dementsprechend groß, mussten wir doch noch an Wien vorbei und ab Kittsee die Bundesstraßen bis zum Ziel nehmen. Der Rest der Fahrt wurde somit zu einem spannenden Wettlauf gegen die Zeit.

Geschafft: Pünktlich am Ziel

Dank genügend „Treibstoff“ konnten wir auf den finalen Streckenteil die erlaubten Höchstgeschwindigkeiten fahren und lagen im Schnitt bei knapp 110 km/h. Nach genau 5 Stunden und 59 Minuten war die Stadteinfahrt von Bratislava erreicht, an der Ortstafel zeigte die Uhr 15:23 an.

Fazit: Mit „Verbrenner“ knapp schneller 

Wie lange hätten wir nun mit einem „normalen“ Pkw gebraucht? Laut unseren Berechnungen wären wir mit einem „fossilen“ Wagen bestenfalls 20 Minuten schneller gewesen – denn das war genau die Zeit, die wir unserem Tesla zusätzlich zum intensiven Stromladen gönnten. Doch dafür war unser Tesla so gut geladen, dass wir es von Bratislava, wo wir 20 km Restreichweite hatten, noch zur Raststation in Göttlesbrunn schafften, übrigens in Sichtweite der VERBUND-Windkraftwerke in Österreich. Am SMATRICS-Ladepunkt Göttlesbrunn „füllten“ wir die restlichen Kilowattstunden zurück nach Wien in die Akkus.

Und übrigens: Am 18. Juni 2016 haben alle Interessierten im Windpark Göttlesbrunn die Chance sich rund um die Themen Windenergie, Energiewende und Elektromobilität zu informieren. SMATRICS wird auch vor Ort sein und vollelektrische Probefahrten anbieten. Weitere Informationen zum grenzenlosen Laden von SMATRICS finden Sie hier.