18.05.2018

Tipps für CSR Manager
Warum Elektromobilität ein Teil Ihrer CSR-Strategie sein sollte

Elektromobilität kann für CSR Manager ein bedeutender Baustein sein, um den ökologischen Footprint Ihres Unternehmens zu verringern. Genauso wie die Frage, wie der zusätzliche Strombedarf für Elektromobilität ökologisch erzeugt werden kann. Photovoltaik und Elektromobilität sind im Unternehmenskontext eine perfekte Kombination.
Elektromobilität

2015 haben sich alle 193 UNO Mitgliedsstaaten verpflichtet, die 17 Ziele, die Sustainable Development Goals (SDGs) umzusetzen. Der Autoverkehr gilt als einer der Hauptverursacher der Treibhausgase. Die Regierung setzt deshalb vor allem auch auf den Ausbau der Elektromobilität und sucht sich dazu Partner in der österreichischen Wirtschaft.  

Das Problem

Das Engagement in Sachen Corporate Social Responsibility zahlt sich in der Regel nicht unmittelbar aus. Manager, die daran gewöhnt sind, dass sich Aktivitäten in einem ROI niederschlagen, beäugen CSR oft kritisch.

Dabei ist Nachhaltigkeit ein Thema, das immer stärker auch in die Vermarktung des eigenen Unternehmens mit einfließt. Ein Unternehmen, das sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist und diese auch wahrnimmt, gewinnt aufgrund dieser Tatsache an Reputation und Image. Das steigert die Kunden-, genauso wie die Mitarbeiterbindung.

Wann sich die Umstellung auf Elektromobilität auszahlt

Die Umstellung auf E-Mobilität ist vor allem für Unternehmen attraktiv, bei denen die Standzeiten der Fahrzeuge lang, die Fahrstrecken hingegen kurz sind.

„E-Autos sind speziell im innerstädtischen Verkehr interessant und eignen sich hervorragend als Poolautos. Aber auch für regional tätige Unternehmen, deren Einsatzgebiete nahe beieinanderliegen, bieten Elektrofahrzeuge großes Potenzial“ sagte Martin Kössler, Geschäftsführer ALD Automotive gegenüber der Online-Ausgabe von „Die Wirtschaft“.

Die Vorteile

  • Elektroautos sparen Energie,

  • sind leise und verursachen keinerlei lokale Schadstoff – oder Treibhausgasemissionen.

  • Die Batteriesysteme sind ungiftig und lassen sich praktisch vollständig recyceln.

  • Elektromobilität spart Geld: Trotz höheren Anschaffungskosten sind Elektroautos schon nach heutiger Rechnung nach acht Jahren fast 16 Prozent günstiger bei den Gesamtkosten, als ein vergleichbarer Benziner.

 

Die Gründe: Wartungs- und Verbrauchskosten sind niedriger, hinzu kommen umfangreiche steuerliche und staatliche Förderungen. Der Kostenvorteil wird daher in den kommenden Jahren noch größer werden, denn während die Gesamtkosten für Wagen mit Verbrennungsmotor weitgehend stabil bleiben oder steigen, werden die für Elektroautos sinken, vor allem, weil die Batterien, die heute der größte Kostentreiber sind, immer günstiger werden.

Wartungskosten & Energiekosten Vergleich Verbrennermotor vs. Elektromotor

Einziger kritischer Punkt von Elektroautos sind die verwendeten seltenen Erden, die nur unter hohem Aufwand von chemischen Mitteln und damit verbundener Umweltbelastung gewonnen werden. Unter dem Strich überwiegen hier aber ganz klar die Vorteile.

Anerkennung von Mitarbeitern und Kunden

Die Bemühungen um nachhaltige Mobilität werden anerkannt. Laut einer Studie bekommen 84 Prozent der E-Autofahrer im betrieblichen Umfeld ein positives Feedback vom Kunden. Auch die Mitarbeiter lernen die Elektrofahrzeuge schnell schätzen. Die leisen Fahrzeuge mit der hohen Beschleunigung begeistern die Fahrer, 92 Prozent sagen bei der norwegischen Studie, dass sie mit ihrem Auto zufrieden bis sehr zufrieden sind.

Statistik zur hohen Nutzerzufriedenheit bei Elektroautos

Ausnahme: die Chefs. Die zeigen laut WdF-Einkommensstudie nur wenig Interesse an Elektroautos, was  vor allem auch daran liegt, dass es bisher kein preislich attraktives Oberklassen-Modell mit reinem E-Antrieb gibt. Noch nicht.

1000 Elektroautos für die ASFINAG

Zu den Unternehmen, die diese Vorteile bereits nutzen, gehört etwa auch die ASFINAG. Laut Geschäftsführer Josef Fiala sollen bis zum Jahr 2020 20 Prozent des eigenen Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden. In Summe sind das 1000 Fahrzeuge. Für die Stromversorgung will die Infrastrukturgesellschaft in den kommenden Monaten zusammen mit Siemens an 47 Standorten Schnellladestationen errichten.

Aber auch Unternehmen, die ihren Fuhrpark (noch) nicht umstellen wollen, sollten über Elektromobilität nachdenken. Hotels, Schnellrestaurants oder Supermärkte, die ihren Gästen und Kunden Ladestationen zur Verfügung stellen, profitieren vom grünen Image genauso, wie Kommunen, die die Technologie fördern.

Wichtig ist die Nachhaltigkeit von Stromquellen

Eines sollte nicht unterschlagen werden: Elektromobilität ergibt nur dann Sinn, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt. In Österreich sind das vor allem Wasserkraft, Windkraft und Solartechnik. Schon heute hat Österreich einen sehr hohen Stromanteil aus erneuerbaren Energien.

Wenn 10 Prozent aller Pkw in Österreich elektrisch fahren würden, wäre der jährliche Strombedarf um 1,8 Prozent höher. Bei einer Million Fahrzeugen wären es 3,6 Prozent. Wie eine aktuelle Studie der TU Wien zeigt, ist eine 100%ige Abdeckung des heimischen Strombedarfs mit erneuerbarer Energie bis zum Jahr 2030 umsetzbar. Dabei wurde ein Elektroautoanteil von 30 Prozent angenommen.

Es ist also durchaus machbar, dass der zusätzlich benötigte Strom aus erneuerbarer Energie kommt. Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass in den nächsten Jahren weitere Optimierungen in den kommenden E-Fahrzeuggenerationen zu erwarten sind, die den Strombedarf noch geringer ausfallen lassen können.

Fazit

Unternehmen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind und diese auch wahrnehmen, gewinnen aufgrund dieser Tatsache an Reputation und Image. Das steigert die Kunden-, genauso wie die Mitarbeiterbindung. Zusätzlich führt Elektromobilität langfristig zu einer Kostenersparnis, die in den nächsten Jahren immer größer werden wird.

 

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