19.12.2013

Ein Blick über die Grenze
Norwegen als E-Mobility Vorbild

In Norwegen lässt die Liebe für Elektroautos nicht nach. Laut einer aktuellen Umfrage können sich mehr als die Hälfte der Norweger vorstellen, als nächstes Fahrzeug ein Hybrid- oder Elektroauto anzuschaffen. Es gibt rund 17.000 Elektroautos, allesamt mit dem Kennzeichen EL (für Elektroauto) und einer Zahlenkombination auf dem Nummernschild.
Ladestation SMATRICS

Das ist zwar nur knapp ein Prozent des gesamten Fuhrparks, aber dank großzügiger Fördermaßnahmen haben Elektroautos in Norwegen im November erstmals mehr als 10% aller Neuzulassungen ausgemacht. In der Statistik aller Neuzulassungen lagen im September und Oktober jeweils Elektroautos an der Spitze, noch vor Klassikern wie VW Golf - das gab es bisher in keinem anderen Land. Dabei führt VW, die beliebteste Automarke in Norwegen, seinen stromgetriebenen e-up! erst in diesem Monat ein - früher als im Rest der Welt. Unter den Vorbestellungen des „Volkswagen“ ist vor kurzem die Internetseite des größten Importeurs im Land zusammengebrochen. Rund 7.500 Bestellungen hatte dieser zu Anfang des Jahres erwartet, jetzt sieht es eher so aus, als könnten es bis Jahresende 10.000 sein.

Elektroautos kosten weniger als Benziner

In Oslo beispielsweise herrscht parteiübergreifenden Konsens, Elektroautos zu fördern. Wer in Norwegen ein Elektroauto kauft, spart nicht nur Steuern und Maut, Elektroautos dürfen auch Busspuren mitbenutzen und über das Stadtgebiet verteilt sind Parkplätze mit Ladepunkten reserviert. Und während die Fahrt ins Zentrum der Landeshauptstadt mit einem Benziner oder Diesel umgerechnet 3,30 Euro Maut kostet, ist sie für Elektromobile kostenlos. Ganz abgesehen von den Steuervorteilen, die im ganzen Land für den Kauf eines Elektroautos gelten. Weder die Mehrwertsteuer von 25 Prozent noch die Sondersteuer für Autokäufer, deren Höhe sich nach Motorisierung und Abgaswerten richtet, wird für sie fällig. Dadurch sinkt der Gesamtpreis um rund ein Drittel. Vor kurzem hat die norwegische Regierung noch einen zusätzlichen Anreiz beschlossen: Künftig wird auch keine Mehrwertsteuer mehr für das Leasing von Elektroautos und ihre Batterien erhoben.

Das Schaufenster Norwegen

Kronprinz Haakon und Morten Harket von der Popband A-ha waren die ersten prominenten Norweger, die sich schon Anfang der neunziger Jahre öffentlichkeitswirksam für Elektroautos begeisterten. Der Kronprinz gehörte zu den ersten Kunden des Nobelherstellers Tesla, der sein Modell S seit September in Norwegen anbietet. Für Tesla, das Unternehmen aus Kalifornien, ist Norwegen mit vier Tesla-Läden und drei geplanten zum Schaufenster geworden. Umgerechnet rund 64.000 Euro kostet die am häufigsten verkaufte Version mit einer 85-Kilowatt-Batterie ohne Extras. Kein anderes Modell wurde im September in Norwegen öfter zugelassen. Der schnelle Anstieg an Elektroautos im Land hat auch einen spürbaren Einfluss auf die Umwelt. Der durchschnittliche Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) aller norwegischen Autos liegt momentan bei 118 Gramm pro Kilometer. Im vergangen Jahr stand dieser Wert noch bei 125 Gramm pro Kilometer. Damit übertrifft Norwegen die Umweltvorgaben der EU bei Weitem. Obwohl Norwegen ein großer Exporteur von fossilem Brennstoff ist, stammt die Elektrizität innerhalb Norwegens fast ausschließlich aus Wasserkraft, was den CO2-Ausstoß im Land positiv beeinflusst.

2014 verspricht auch in Österreich viele neue Elektroautos

„Aufstehen, frühstücken, Stecker ab und losfahren…“ – Elektromobilität wird Teil unseres Alltags! In den nächsten Monaten kommen nach dem BMW i3 weitere Hybrid- oder Elektroautos von den verschiedensten Automarken wie Audi, Mercedes, Volvo, VW oder Renault auf den Markt. Für jeden Geschmack und Geldbörse lässt sich ein passendes Modell finden. Optisch kaum ein Unterschied zu bemerken, jedoch mit Blick unter die Motorhaube kann man den PS starken Kombimotor des Audi A3 e-tron bewundern. Mit voraussichtlich um die 37.000 Euro ist dieses Plug-In Modell ab Herbst nächsten Jahres zu erwerben. Porsche bietet mit dem Panamera S E-Hybrid seiner verwöhnten Klientel eine neue, ökologisch unterstützte Art des Fahrspaßes. Genügend Platz für alle Familienmitglieder bieten der Mitsubishi Outlander electric oder Volvo V60 electric, der bereits am Markt verfügbar ist. Für eine reibungslose Abwicklung von größeren Transporten steht ab 2014 der batteriebetriebene E-NV 200 von Nissan zur Verfügung. Nicht zuletzt wird es den allseits beliebten Klassiker, den VW Golf, auch in einer smarten Variante geben – als rein elektrobetriebenen VW e-Golf. Mit 115 Pferdestärken wird dieser Mitte nächstes Jahr zu kaufen sein.

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Autor: SMATRICS