10.04.2018

E-Autos und Ladeinfrastruktur für die Feuerwehr

Tatütata, die Feuerwehr ist da - und zwar elektrisch. Möglich macht’s das erste elektrisch betriebene Einsatzfahrzeug von Kreisel, Rosenbauer und Linz AG. Kurze Wegstrecken zu Feuerwehreinsätzen sowie attraktive Förderungen machen die Integration von Elektrofahrzeugen im Feuerwehrbetrieb nachhaltig und sinnvoll.
Feuerwehrauto mit Elektroantrieb
(c) Linz AG.

Elektrisches Einsatzfahrzeug für die Feuerwehr

Europapremiere: Das neue und damit erste elektrisch betriebene Einsatzfahrzeug der Betriebsfeuerwehr der Linz AG wurde in Zusammenarbeit mit dem oberösterreichischen Feuerwehrausrüster Rosenbauer und dem Mühlviertler Batteriefertiger Kreisel Electric entwickelt und ist seit der Präsentation am 4.4.2018 im Einsatz. 

Die Karosserie des neuen Elektro-Löschfahrzeuges stammt von einem Mercedes Sprinter. In modularer Bauweise kommen im Einsatzfahrzeug vier Kreisel Batterien zum Einsatz, welche über eine Gesamtkapazität von 86kWh verfügen. Mit der Berücksichtigung aller Faktoren im Einsatz schafft das Kraftlöschfahrzeug eine Reichweite von 160 km. Außerdem sorgt ein Elektromotor mit dauerhafter elektrischer Leistung von 120kW für den nötigen Vortrieb. Geladen kann das E-Einsatzfahrzeuge mittels Schnelllader (CCS-Stecker), in rund 1 Stunde und 20 Minuten auf 90% Leistung, werden.

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Passende Ladeinfrastrukturlösungen für elektrische Einsatzfahrzeuge

Vor der Umstellung von Einsatzfahrzeuge auf elektrisch betriebene Modelle sollten auch die für entsprechende Lademöglichkeiten bedacht werden. In der Regel haben Einsatzfahrzeuge längere Aufenthalte zwischen den Einsätzen, d.h. für die Basisversorgung sind intelligente Wallboxen mit einer Leistung von bis zu 22kW (AC) ausreichend. Intelligente Boxen sind deshalb empfehlenswert, da diese Wallboxen über eine Reporting-Funktion verfügen. Diese Funktion ermöglicht es den Verwaltern der Feuerwehr Kosten zu berechnen und Nutzungsverhalten zu analysieren.

 

Mehr zu intelligenten Wallboxen

 

Rasch wieder einsatzbereit - durch schnelles Laden

Nicht selten folgt ein Einsatz auf den nächsten. Um hier einen dauerhaften Einsatz der Fahrzeuge zu gewährleisten, empfehlen sich zusätzlich sogenannte Schnelllade-Boxen, die via Gleichstromtechnologie mit bis zu 24 kW (DC) Ladeleistung deutlich kürzere Ladezeiten im Vergleich zu normalen Steckdosen ermöglichen (bis zu 10x so schnell). Dadurch wird ist das Feuerwehrauto in kürzester Zeit wieder bereit für den nächsten lebensrettenden Einsatz.

 

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Vorteile für Feuerwehren

  • Elektrische Einsatzfahrzeuge sparen Kosten: Aufgrund von Förderungen des Bundes und Landes* für elektrisch betriebene Einsatzfahrzeuge und Ladeinfrastruktur sowie geringeren Betriebsmittel- und Wartungskosten kann das vorhandene Budget zugunsten des Kaufs von dringend benötigten neuen Feuerwehrfahrzeugen bzw. Mannschaftsausstattung investieren kann. Mehr zur Kostenersparnis durch E-Mobilität finden Sie hier
  • CO2-Belastungen senken & Vorreiterrolle einnehmen: Innovative Feuerwehren, welche Ihren Blick in Richtung Zukunft gerichtet haben und Elektromobilität in ihre Feuerwehr integrieren, nehmen dadurch eine Vorreiterrolle ein und können andere Einsatzorganisationen zur Nachahmung anregen. Außerdem können durch den Einsatz von elektrisch betriebenen Einsatzfahrzeugen lt. Berechnungen der Feuerwehr Krems jährlich 2,47t CO2 eingespart werden.

 

*Förderungen werden vom Bund und Land vergeben und stehen nicht im Zusammenhang mit SMATRICS. Förderaktionen sind vorgesehen solange Förderungsmittel zur Verfügung stehen. Angaben ohne Gewähr.

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