09.10.2017

Der neue Nissan Leaf
Version 2.0 des meistverkauften E-Autos der Welt

Vorhang auf für den neuen Japaner. Der Nissan Leaf ist das weltweit meistverkaufte E-Auto. Letzte Woche präsentierte der japanische Hersteller im Rahmen der Krone E-Mobility Play Days den reichweitenstärkeren Nachfolger des Erfolgsmodells.

(c) Nissan. 

Seit dem Marktstart 2010 haben sich über 283.000 Kunden für den ersten Nissan Leaf entschieden und dadurch den Japaner zum meistverkauften Elektroauto weltweit gemacht. Das Design und die größere Reichweite machen den neuen Nissan zu einem würdigen Nachfolger. 

Neues Design

Das Design des ersten Nissan Leaf war nicht unumstritten.

Die zweite Generation folgt nun einer ganz neuen Designsprache. Nur noch an wenigen Elementen ist der Neue als E-Auto erkennbar. 

Mit scharfen Kanten wirkt der neue, auf 4,49 Meter gewachsene, Leaf deutlich braver. Die Scheinwerfer haben ihre "glubschäugige" Form verloren. Sie sind statt nach hinten gezogen, nun klassisch horizontal angeordnet. Die C-Säule erinnert entfernt an den BMW i3. 

Innenraum

Der ursprüngliche Leaf-Fahrer wird sich auch im neuen Innenraum wie zuhause fühlen, trotz weniger futuristischem Cockpit. Zahlreiche Bedienelemente findet man an den gleichen Stellen wie im Vorgänger wieder. Das zweigeteilte Kombi-Instrument gehört der Vergangenheit an, stattdessen sitzt hinter dem neuen Lenkrad noch eine elegante Anzeige mit analogem Rund-Tacho und Informations-Bildschirm. Die Balkenanzeige, die bei so machen für Verwirrung gesorgt hat, ist verschwunden. Stattdessen bekommt man die wichtigsten Informationen (wie u.a. Ladestand, Verbrauch, Leistung, etc.) nun auf dem Bildschirm angezeigt. 

Stärkerer Motor und mehr Reichweite

Nicht nur die Steuerung wurde im neuen Modell überarbeitet, auch der Antrieb wurde komplett überholt. Unter der Haube steckt nun ein Elektromotor mit 110kW/150 PS - das sind 40 PS mehr als bisher. Mit 320 Newtonmeter hat das Drehmoment um 70 Newtonmeter zugelegt. Von Null auf 100 braucht der gut 1,5 Tonnen schwere Japaner nur noch 7,9 Sekunden - deutlich schneller als sein Vorgänger mit 11,5 Sekunden. 

Der größte Fortschritt hat sich jedoch beim Stromspeicher getan: Der neue Akku hat die gleichen Abmessungen wie bisher, hält aber 40 Kilowattstunden Strom bereit. Dadurch soll man mit dem Nissan laut Hersteller nun 378 Kilometer weit kommen (NEFZ Reichweite). Tatsächlich dürften es im Alltag, rund 300km sein, - ähnlich weit wie der neue Renault ZOÉ

Noch 2018 soll das E+ Modell auf den Markt kommen. Die starke Version des Nissan Leaf soll einen 60kWh Akku haben und mindestens 500 Kilometer weit kommen. 

Laden via CHAdeMO und Typ2

Nach wie vor befindet sich der Ladeanschluss auf der Front des Nissan. Verändert hat sich jedoch der Winkel der Anschlüsse, was das Anstecken deutlich erleichtern sollte. Der alte Typ1 Anschluss wurde durch den in Europa weiter verbreiteten Typ2 Anschluss ersetzt. Neben dem Typ2 Anschluss findet man außerdem noch einen CHAdeMO Steckplatz. 

An der Schuko Steckdose dauert eine Vollladung bis zu 16 Stunden das 40kWh Modell voll zu bekommen. Eine 22kW Wallbox schafft es in der Hälfte der Zeit. An High-Speed-Ladestationen kann der Leaf mit CHAdeMO in 40 Minuten bis zu 80% geladen werden. 

Mit SMATRICS kann der Leaf an 400 Ladepunkten, davon 200 High-Speed-Ladepunkten mit Leistungen von 43 bzw. 50kW - ca. alle 60km entlang der Autobahnen und in Ballungszentren geladen werden. Und immer mit Strom aus 100% Wasserkraft. 

Kosten und Fazit

Innovatives Design, eine größere Reichweite und ein stimmiger Preis machen den Nissan Leaf 2.Zero Edition 40 zu einem überaus gelungenen Update.

Ab 34.990 EUR kann man das neue Modell bereits in Österreich vorbestellen.  

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