24.02.2017

Das Geheimnis der Elektroautos (Teil 1)
Woher kommt er nun - der Strom für Elektroautos?

Elektroautos gelten als besonders emissionsarm und umweltverträglich, unter der Voraussetzung, dass sie mit Ökostrom fahren. Das mag auf den ersten Blick logisch erscheinen, wobei man sich doch immer wieder fragt, woher der Strom zum Fahren wirklich kommt. In unserer Beitragsserie „Das Geheimnis der Elektroautos.“ wollen wir den Phänomen auf den Grund gehen und klären woher der Strom für die E-Autos tatsächlich kommt, und welche Entwicklungen auf uns in den nächsten Jahren zukommen werden müssen, um eine ausreichende Abdeckung zu gewährleisten.
Abschnitt der Burgenland-Leitung VERBUND
(c) Abschnitt der Burgenland-Leitung VERBUND.

Strom als alternativer Treibstoff

Derzeit fährt der Großteil der Autos in Österreich mit Benzin oder Diesel. Beide Rohstoffe werden aus Erdöl hergestellt, das bekannter weise keine erneuerbare Ressource darstellt und irgendwann erschöpft sein wird. Zudem nutzen Verbrennungsmotoren nur rund 25% der eingesetzten Energie, der Rest von 75% verpufft als Wärme und Reibungsenergie. Eine nachhaltige und effektive Lösung ist daher Strom aus erneuerbarer Energie als Treibstoff.

Wesentliche Vorteile von Elektromotoren

Neben leisem, emissionsfreiem Betrieb und unschlagbarer Beschleunigung haben Elektromotoren auch den Vorteil, dass sie über 90% des eingesetzten Stroms nutzen. Manche Experten gehen sogar von 98% aus. D.h. sie sind wesentlich energieeffizienter als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, die rund 25% der eingesetzten Energie nutzen. 

Fossile Energieträger sind eine endliche Ressource, während

  • Sonnenkraft
  • Windkraft
  • Wasserkraft
  • Erdwärme und
  • Biomasse

nicht nur klimafreundlich, sondern auch nahezu unbegrenzt vorhanden sind. Allerdings nicht überall gleichermaßen.

Nicht überall weht der Wind gleich stark, und auch die Erdwärme ist in manchen Gegenden besser anzapfbar als in anderen – je nach geologischen Gegebenheiten. Daher ist es sinnvoll für die Zukunft, alle Energiequellen je nach geografischer Lage richtig zu nutzen.

Nach den regionalen Gegebenheiten richten sich die Möglichkeiten, aber auch danach, wofür die Energie eingesetzt werden soll. Immerhin sind Elektroautos nur dann hocheffizient und umweltfreundlich, wenn sie mit Ökostrom fahren. Würden sie Atom- oder Kohlestrom laden, wären die Energieverluste bei gleichzeitiger hoher Umweltbelastung extrem hoch. Bei Atom- oder Kohlekraftwerken kommt nur etwa 1/3 der Energie, die in den Kraftwerke erzeugt wird, beim Endverbraucher auch tatsächlich an – das heißt sie haben ebenso einen sub-optimalen Wirkungsgrad.

SMATRICS setzt auf CO2-freien Strom aus 100% Wasserkraft

Die Nutzung erneuerbarer Energie ist ein wesentlicher Schritt in eine nachhaltige Energiezukunft, denn nur aus erneuerbaren Energieträgern kann Ökostrom gewonnen werden, welcher langfristig nutzbar und CO2 neutral ist. Allein 2014 konnten lt. EEG (2015) 28,37 Mio. Tonnen CO2 Emissionen durch erneuerbare Energie vermieden werden. Ökostrom ist daher der optimale Treibstoff für jedes Elektroauto. Deshalb macht der Betrieb eines Ladenetzes nur mit Strom aus erneuerbarer Energie Sinn. Das war und ist auch unsere Prämisse: das SMATRICS Ladenetz kann, darf und wird nur mit Strom aus 100% erneuerbaren Energien betrieben, von Österreichs führendem Stromunternehmen VERBUND.

SMATRICS Image

VERBUND ist einer der größten Erzeuger von Strom aus Wasserkraft in Europa. Vier Fünftel der Erzeugung von Strom wird aus klimafreundlicher, erneuerbarer Wasserkraft gewonnen. Der Kraftwerkpark von VERBUND besteht hauptsächlich aus Lauf- und Speicherkraftwerken, ergänzt wird er durch Wind- & Wärmekraft. Schon jetzt werden 96% des VERBUND Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugt.

Aber wie kommt der Strom von diesen Kraftwerken nun zur Ladestation und in das Elektroauto? Wie funktionieren Kraftwerke und welche Vorteile bringt die Stromerzeugung aus den unterschiedlichen Kraftwerkstypen für die Elektromobilität? Mehr zu diesem Thema im Teil 2 „Das Geheimnis des Elektroautos. Vom Kraftwerk zur Ladestation ins E-Auto.“