05.01.2018
China baut längste Solarstraße der Welt

Fahren und Laden - gleichzeitig!

Ein Meilenstein für die Elektromobilität. In China wurde kürzlich die weltweit erste Solarstraße eröffnet in dessen Bodenbelag Solarzellen integriert sind. Diese erzeugen durch Sonneneinstrahlung Strom und im Winter sogar Wärme.

Die 2km lange Strecke wurde kürzlich im chinesischen Jinan eröffnet. Das Innovative: der Bodenbelag besteht aus Solarzellen und kann bei Sonneneinstrahlung Strom erzeugen und im Winter sogar Wärme. Schnee und Eis haben somit auf der Fahrbahn keine Chance mehr. Unter der Straßenoberfläche befinden sich elektromagnetische Induktionsspulen, welche es zukünftig E-Autos ermöglichen kabellos aufgeladen zu werden - einfach während sie über die Straße fahren. 

Der Aufbau der Straße

Die Konstruktion der Solarstraße besteht aus drei Schichten: 

  1. Die unterste Ebene isoliert die Straße vom Rest des Erdreichs. 
  2. In der Mitte befinden sich die eigentlichen Solarmodule mit welchen der saubere Strom produziert wird. 
  3. Die Oberfläche besteht aus einem speziellen "transparenten Beton". Dieser Beton ist fest genug, um das Gewicht der vielen Fahrzeuge auszuhalten und lässt Sonnenstrahlen jedoch zur mittleren Schicht durch.

Künftig sollen dort rund 1 Million Kilowattstunden Strom gewonnen werden. Damit soll die Straßenbeleuchtung betrieben werden, E-Autos geladen werden und das spezielle System betrieben werden, welches die Straße im Winter von Schnee freihält. 

10 mal so hohe Kosten wie eine "normale Straße"

Die Kosten einer solchen Revolution sind dementsprechend hoch: Sie lagen bei umgerechnet 384 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht in etwa dem zehnfachen einer normalen Straße in China. Rein wirtschaftlich gesehen machen Solarstraßen daher noch keinen Sinn. Jedoch bringen sie weitere Vorteile mit sich: Sie können als eine Art Stromleitung genutzt werden und so den Transport von Erneuerbaren Energien vereinfachen. Natürlich ist dafür ein großflächiger Einsatz notwendig.