06.02.2018

Australien plant mit Tesla Kraftwerk-Revolution
Das größte virtuelle Kraftwerk der Welt

Man nehme Sonnenkollektoren und Tesla Batterien und mache daraus vernetzte Gebäude die zum "größten virtuellen Kraftwerk der Welt" werden.
Photovoltaik Anlage

Australiens Weg zur Energiesicherheit

Die Energiesicherheit Australiens soll durch ein neuartiges Kraftwerk gewährleistet werden. 50.000 Wohnhäuser im Bundesstaat South Australia sollen künftig mit Sonnenkollektoren und wieder aufladbaren Batterien von Tesla zusammengeschlossen und miteinander vernetzt werden.

In der ersten Versuchsphase werden 1.100 Gebäude mit Sonnenkollektoren für fünf Kilowatt Strom und einer Batterie ausgestattet. Anschließend will man weitere 24.000 öffentliche Wohnhäuser mit dem System ausrüsten, bevor dieses während der folgenden vier Jahre für alle Bewohner des Bundesstaates zugänglich gemacht werden soll. 

Einparungspotential & Subventionen

Zusätzliche Kosten sollen dabei für den Hausbewohner nicht entstehen, der Stromüberschuss der Netzwerke soll die Ausgaben decken. Die Regierung geht sogar davon aus, dass die Haushalte beachtliche Einsparungen bei ihrer Energierechnung erwarten können. Außerdem subventioniert der Bundesstaat South Australia das Projekt mit zwei Millionen australischen Dollar sowie mit einem Darlehen i.H.v. 30 Millionen Dollar aus einem Staatsfonds für erneuerbare Technologien. 

Kapazität so groß wie Kohlekraftwerk

In einer Stellungnahme teilte Tesla mit, dass das gesamte virtuelle Kraftwerk über 250 Megawatt Sonnenenergie und 650 Megawattstunden Speicherkapazität verfügen werde. Zu "Spitzenzeiten" ist die Kapazität des Systems sogar so groß wie das eines Gasturbinien- oder Kohlekraftwerks.

Bisher setzte Australien bei der Stromerzeugung vor allem auf Kohle. Im Jahr 2016 stammten landesweit mehr als 60 Prozent der Elektrizität von diesem Energieträger. Durch den verheerenden Sturm 2016, welcher für einen Stromausfall in ganz South Australia gesorgt hatte, begann die Debatte über die künftige Energieversorgung.