24.05.2016

Auf einen Kaffee mit... Matthias Kaufmann
"E-Mobility bedeutet auch Vorsorge."

Ressourcenverbrauch, CO2-Emissionen, Lärmbelästigung oder schlicht Kosten: Wer sich mit Elektromobilität beschäftigt stößt schnell auf nachhaltige Einsparungspotentiale und neue Anwendungsmöglichkeiten – auch im sozialen Bereich. Immer mehr soziale Einrichtungen in Österreich erkennen das Potenzial von Elektrofahrzeugen und stellen ihren Fuhrpark um. SMATRICS hat sich im Altenwohnheim Telfs in Tirol umgesehen und mit dem Geschäftsführer Matthias Kaufmann über E-Mobilität und Vorsorge gesprochen.
E-Auto des Altenwohnheim Telfs
Das Altenwohnheim Telfs in Tirol setzt seit Kurzem auch auf Elektromobilität und die Ladeinfrastruktur von SMATRICS

Für soziale Einrichtungen bieten Elektroautos ein großes Potenzial. Dies zeigt unter anderem eine aktuelle Projektstudie des VdTÜV in Deutschland, im Rahmen derer drei Jahre lang Berliner Einrichtungen E-Fahrzeuge testeten und sie im Bereich Pflege, Familien- und Kinderhilfe einsetzten. Das Fazit: Über 90% aller Autofahrten der sozialen Einrichtungen können mit voll-elektrischen Fahrzeugen zurückgelegt werden. Auch in Österreich erkennen soziale Einrichtungen vermehrt die Vorteile voll-elektrischer Mobilität. Das Altenwohnheim Telfs in Tirol ist eines davon. SMATRICS hat den Geschäftsführer Matthias Kaufmann getroffen um mit ihm über E-Mobilität im sozialen Bereich zu sprechen:

Warum hat sich der Gemeindeverband Altenwohnheim Telfs dazu entschlossen ein E-Auto und eine Ladestation anzuschaffen?

Die Geschichte beginnt bereits im Jahr 2014 als sich der Gemeindeverband Altenwohnheim Telfs dazu entschloss, ein nachhaltiges und langfristiges Energie- und Mobilitätskonzept umzusetzen. Anfang 2015 wurde schließlich eine 153kWh-Photovoltaikanlage am gesamten Dach des Pflegeheimes Wiesenweg errichtet, mit dem Ziel, Strom aus nachhaltiger Sonnenenergie zu nutzen. Die Entscheidung, ein Elektrofahrzeug für das Wohnheim anzuschaffen war für uns nur eine logische Konsequenz in diesem Umstellungsprozess. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Erneuerung des Fuhrparks wurde schließlich diese Investition in die Umwelt um ein Elektroauto erweitert. 

Gab es auch Kritik bei der Anschaffung eines E-Autos in der Gemeinde?

Nein – wie schon bei der Photovoltaikanlage wurde die Technologie durch die zehn Verbandsgemeinden, die im Umweltbereich in den letzten Jahren bereits viele Akzente gesetzt haben, in keinster Weise in Frage gestellt, sondern vielmehr tatkräftig unterstützt.

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit im sozialen Bereich?

Durch die Einwirkungen von Schadstoffen auf den Körper wird das Wohlbefinden des Menschen negativ beeinträchtigt – dies macht sich oft erst im Alter bemerkbar. Nachhaltiges und ressourcenschonendes Handeln sind also ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz und zur gesundheitlichen Vorsorge. Und in finanziell schwierigen Zeiten trägt nachhaltiges Beschaffen auch wesentlich zu einem positiven Finanzergebnis bei. Denn dank der Photovoltaikanlage und der eigenen Wallbox können wir fast 100% unserer Fahrten voll-elektrisch mit Strom aus der eigenen Anlage betreiben. Das schreibt sich schnell in der Bilanz nieder.

Renault ZOE Elektroauto
Der neue Renault ZOE des Altenwohnheimes Telfs begeistert die ganze Gemeinde

Gab es ökonomische und ökologische Überlegungen für die Anschaffung eines E-Autos?

Selbstverständlich. Bei der Anschaffung entfällt die NoVA und Unternehmen sind seit Neuestem vorsteuerabzugsberechtigt - da kann man sich die steuerlichen Vorteile schnell ausrechnen. Der tägliche Betrieb und die Versicherung sind ebenfalls äußerst kostengünstig. Stromkosten entfallen wie gesagt dank Photovoltaik und die Reichweite des Akkus ist für den Einsatzzweck innerhalb des Verbandsgebietes voll ausreichend. Das E-Auto leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz und zur Gesundheitsvorsorge und trägt zudem auf kommunaler Ebene zur Bewusstseinsbildung bei.

Wie sehen die Heimbesucher, Angehörigen, Mitarbeiter den Schritt?

Die Rückmeldungen aller Angehörigen, Heimbesucher und Mitarbeiter sind sehr positiv und motivierend.

Planen Sie weitere Umstellungen im Bereich der Elektromobilität?

Im Zuge der nächsten notwendigen Ersatzanschaffungen werden sicherlich wieder Elektrofahrzeuge erworben werden.

Welche Tipps können Sie anderen sozialen Einrichtungen in Bezug auf einen elektrischen Fuhrpark geben?

Im Grunde ist es ganz einfach: Die Umstellung sollte im Zuge der Erneuerung des Fuhrparks geschehen und, im besten Fall, auch in ein langfristiges Energie- und Mobilitätskonzept eingebettet werden. Denn E-Autos tragen nicht nur wesentlich zur Senkung der laufenden Fixkosten bei, sondern sind auch ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige, umwelt- und gesundheitsschonende Vorsorge für die gesamte Gesellschaft.

 

Falls Sie mehr Informationen zu den Ladelösungen von SMATRICS erhalten möchten kontaktieren Sie uns doch einfach per E-mail oder telefonisch unter +43 1 53 22 400.