20.11.2015

Österreichs E-Automarkt im Aufwind
Sonnige Aussichten für E-Mobilität in Österreich

Umweltschonend, geräuschlos, Fahrspaß und langfristig kostensparend: Elektroautos erfreuen sich in Österreich einer steigenden Beliebtheit. So gut wie jeder Automobilhersteller hat bereits attraktive E-Fahrzeugmodelle im Sortiment - und die heimische Politik wird ab 2016 mit geänderten Rahmenbedingungen der Elektromobilität noch mehr Aufwind verleihen.
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Kein anderer Fahrzeugtyp verbreitet sich in Österreich aktuell rascher als Elektroautos. Während im Jahr 2009 noch etwas mehr als 200 voll-elektrische Fahrzeuge zugelassen waren, sind es heuer bereits über 5.600 E-Autos, die lärm- und emissionsfrei auf den heimischen Straßen unterwegs sind. Und rechnet man jene hybride Fahrzeugmodelle (Verbrennungs- plus Elektromotor) hinzu, die auch an einer Steckdose geladen werden können (Plug-in-Fahrzeuge), sind es bereits über 7.700 elektrifizierte Fahrzeuge.

E-Auto Zulassungen nehmen um 30% zu

Ob Privatpersonen oder Unternehmen, immer mehr Österreicher entscheiden sich für ein Fahrzeug mit voll-elektrischem Antrieb. Laut Statistik Austria wurden im laufenden Jahr rund 1.222 Elektroautos neu zugelassen – ein Plus von 30,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Liste der im Kalenderjahr 2015 neu zugelassenen Elektroautos führt das Model S von Tesla (376 Einheiten) vor dem Renault Zoe (190) und dem Nissan Leaf (146) an. Doch auch der BMW i3, der VW E-Golf VII oder der KIA Soul EV verzeichneten jeweils über hundert neu zugelassene Fahrzeuge zwischen Januar und September. Aufgeschlüsselt nach Verwendungsgruppe führt der Handel mit 481 Einheiten, dann folgen Angestellte (297) und der Dienstleistungssektor (274).

Neue Förderungen ab 2016

"Als Bundesregierung sind wir überzeugt davon, dass Elektroautos die Zukunft sind und wollen Impulse setzen, um den Wechsel von schadstoffausstoßenden Diesel- und Benzinautos auf umweltschonende und leise Elektrofahrzeuge attraktiv zu machen.", sagte kürzlich der österreichische Außenminister Sebastian Kurz bei einem Besuch der SMATRICS High-Speed-Ladestation am Gaudenzdorfer Gürtel in Wien. Für E-Fahrzeuge gelten ab 2016 der Vorsteuerabzug sowie die Befreiung vom Sachbezug für Dienstwagenfahrer.

Arbeitnehmer profitieren außerdem bei privater Nutzung des Dienstwagens von einer Befreiung des Sachbezugs. Somit können sich Unternehmen bis zu 8.000€ (20% Vorsteuerabzug) bei der Anschaffung eines voll-elektrischen Dienstwagens und Arbeitnehmer weitere 12.000€ (Sachbezug) alleine im ersten Betriebsjahr sparen. Privatpersonen sind bereits jetzt beim Kauf eines E-Autos sowohl von der Normverbrauchsabgabe (NoVA) als auch von der motorbezogenen Versicherungssteuer ausgenommen.

Ankaufsförderungen für ein Jahr verlängert

Doch auch bestehende Förderungen werden ausgebaut. Die von klima:aktiv mobil initiierte Ankaufsförderung für e-Carsharing-Projekte sowie für E-Ladeinfrastrukturen wurde Mitte Oktober um ein Jahr (bis 16.10.2016) verlängert. Mehr Informationen zu den Ankaufsförderungen in den jeweiligen Bundesländern finden Sie hier:

  • Link zum Factsheet für Unternehmen & Gemeinden

In Hinblick auf Förderungen bei der Anschaffung von E-Fahrzeugen für Privatpersonen, Gemeinden und Unternehmen gibt es noch weitere Möglichkeiten. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Autor: SMATRICS