24.03.2020

Ultra-Schnellladestationen: Fokus auf Autobahnen & urbane Gebiete

Ultra-Schnellladestationen - Ladezeiten reduzieren sich um ein Vielfaches wodurch Reichweiten keine Hürde mehr darstellen. SMATRICS hat bereits 32 Ladepunkte entlang von Autobahnen und urbanen Gebieten errichtet.
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Ultra-Schnellladestation in Graz in unmittelbarer Nähe zum Autobahnknotenpunkt A2 und A9 (Ausfahrt Flughafen Graz)

Schnellladen an Autobahnen oder in Städten

Aktuell kristallisieren sich izwei konkrete Anwendungsfälle für Ultra-Schnellladestationen heraus: Einmal das ultraschnelle Laden auf langen Strecken wie Autobahnen – hier benötigt der Verbraucher kurzfristig sehr viel Reichweite. Ein schnelles Aufladen entlang von Korridoren und Autobahnen ist für Fahrer unerlässlich, um Fahrten über die Reichweite ihres Fahrzeugs hinaus zu absolvieren. Es fungiert auch als psychologisches Sicherheitsnetz, das es den Fahrern ermöglicht, längere Strecken außerhalb ihres üblichen Ladestandortes zu fahren. Fall zwei betrifft das High Power Charging in Städten. Für Städter die elektromobil unterwegs sein wollen, ersetzt das ultraschnelle Laden einen eigenen Dauerparkplatz und ermöglicht eine Zeitersparnis, die auch Parkplatzkapazitäten effektiver gestalten lässt.

Wo sind Schnellladestationen in Zukunft nicht mehr wegzudenken?

Das High Power Charging wird vor allem bei der Verbindung von Ballungszentren und entlang den Autobahnen eine wichtige Rolle einnehmen – dort, wo viele Autos schnell geladen werden müssen.

Im privaten Bereich und in Betrieben, in denen die Fahrzeuge tagsüber oder in der Nacht laden können, bleiben Normalladepunkte eine ausreichende und kostengünstigere Lösung. SMATRICS hat 2019 im Rahmen des Ultra-E-Projektes vier HPC Ladeparks in Wien, Graz, Salzburg sowie Innsbruck mit jeweils vier Ultra Schnellladestationen aufgebaut und genau dort die beiden Anwendungsfälle verknüpft – Laden an der Autobahn, aber auch im suburbanen Bereich. Das heißt, dass auch Städter an 32 ultraschnellen Ladepunkten Strom beziehen können.

Aufladen in Städten

Städte sind sowohl Ziel vieler langer Fahrten als auch die Orte mit den meisten Parkplätzen abseits der Straße. Die Hotspots der öffentlichen und halb-öffentlichen Ladeinfrastruktur der Zukunft sind urbane Gebiete und diese müssen dementsprechend unbedingt darauf vorbereitet werden. Normale/reguläre Ladestationen (zwischen 11 kW AC und 50 kW DC) sind die Lösung mit den geringsten Auswirkungen auf das Stromnetz. Die Leistung ist geringer und die Nachfrage kann leicht auf Zeiten außerhalb der Peaks gelenkt werden, da das Auto normalerweise zu diesen Zeiten geparkt wird.

Ultraschnelle Ladestationen in oder in der Nähe von Städten sind hingegen ideal, um einerseits die Reichweitenangst zu überwinden und die Batterien wieder aufzuladen, ohne abseits der Straße Zugang zu einer herkömmlichen Ladestation (mit bis zu 50 kW) suchen zu müssen. Die Bereitstellung einer ultraschnellen Ladeinfrastruktur trägt zusätzlich dazu bei, dass sich in der Nähe von städtischen Gebieten die jährlich elektrisch zurückgelegten Kilometer um etwa 25 % erhöhen1)

Ultra-Schnellladen und der Zugang zu ultraschnellen Ladestationen steigern die täglich zurückgelegte elektrische Distanz.

schnellladestation e auto autobahn

Dem Umstand zugute, dass sich die Reichweite der Elektrofahrzeuge kontinuierlich verbessert und reale Reichweiten von bis zu 500 km bald Wirklichkeit sein werden, müsste der durchschnittliche Stadtfahrer in der Regel nur mehr einmal pro Woche aufladen. Ein HPC-Netzwerk kann daher attraktiver und kostengünstiger sein als die Installation einer großen Anzahl „langsamer“ Ladegeräte (bis zu 22kW) in Städten. Wichtig sind eine fundierte Bedarfsplanung zu Beginn des Prozesses und die Unterstützung durch kompetente sowie erfahrene Experten wie SMATRICS, die Licht in komplexe Abläufe bringen und den optimalen Ansatz für Ihre individuellen Anforderungen finden.

SMATRICS Bonus und Erfahrung in der Umsetzung

Im Allgemeinen wird für die Errichtung einer ultraschnellen Ladeinfrastruktur eine Fläche von rund 100 m2 in Anspruch genommen – da es hier um eine aufwendigere Konstruktion geht als bei einer Wallbox in einer Garage. Diesen Platz muss man finden, richtig auswählen und eichrechtskonform bebauen, um allen Anforderungen zu entsprechen. HPC Anlagen befinden sich mit 600 kVA sofort in der Mittelspannung, und das Laden mit 150 kW bedeutet auch Lastspitzen. Aus diesem Grund empfiehlt SMATRICS situativ und bei mehreren Stationen an einem Ort die Verwendung von Pufferbatterien, um die Netzentgelte auf einem vernünftigen Niveau zu halten. Welche Projekte hinter dem Ausbau von Ultra-Schnellladestationen stehen und wie die Verwendung von Pufferbatterien genau funktioniert, lesen Sie in diesem Blogbeitrag.

Fazit

Dem High Power Charging (HPC) gehört die Zukunft der Elektromobilität. Ladezeiten reduzieren sich um ein Vielfaches und dadurch stellen Reichweiten keine Hürde mehr dar. SMATRICS hat bereits notwendige Schnellladeinfrastruktur entlang von Autobahnen und urbanen Gebieten errichtet und steht als Umsetzungspartner für weitere HPC-Projekte zur Verfügung.

1) Quelle: U.S. Department of Energy – Energy Efficiency and Renewable Energy

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